Prozess gegen „Gruppe S.“ :
Wollten sie einen Bürgerkrieg anzetteln?

Von Rüdiger Soldt, Stuttgart
Lesezeit: 2 Min.
Die Angeklagten werden am Dienstag von Justizbeamten kurz vor Beginn des Prozesses in einen Saal im Oberlandesgericht Stuttgart-Stammheim geführt.
In Stuttgart müssen sich die mutmaßlichen Mitglieder einer rechtsterroristischen Gruppe vor Gericht verantworten. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft planten sie einen Bürgerkrieg.

Die rechtsterroristische Gruppe S. gründete sich im Herbst 2019 auf dem Grillplatz „Hummelgautsche“ in der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Die Gruppenmitglieder hatten sich zuvor monatelang intensiv über Messenger-Dienste wie Telegram ausgetauscht. Am 28. September des Jahres trat die Planung rechtsterroristischer Angriffe auf Muslime sowie auf Politiker wie Anton Hofreiter und Robert Habeck von den Grünen in eine neue Phase: Die Männer verließen den virtuellen Raum und begannen mit konkreteren Planungen, tauschten ihr Wissen über Waffen aus und die Möglichkeiten, sie zu beschaffen.

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