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Soldat Franco A. vor Gericht : 15 Monate eines irrwitzigen Doppellebens

Franco A. Bild: Boris Roessler

Soldat Franco A., der sich als Flüchtling ausgab und einen Anschlag geplant haben soll, inszeniert sich zum Prozessauftakt als treuer Staatsdiener. Seine Anwälte zerren die Asylpolitik der vergangenen Jahre vor Gericht.

  • -Aktualisiert am
          6 Min.

          Ob er Franco Hans A. sei, Deutscher, ledig, geboren im Januar 1988 in Offenbach? „Jawohl“, antwortet der Angeklagte auf die Fragen des Richters nach seinen Personalien. In brauner Weste hat A. auf der Anklagebank Platz genommen. Die Haare zu einem kurzen Zopf nach hinten gebunden, der Körper durchtrainiert, der Bart lang. Den Mundschutz legt er sofort an, als der Vorsitzende Richter ihn darum bittet. A. ist Bundeswehrsoldat, immer noch. Als treuer Diener dieses Staates, auf den er einen Eid geschworen hat, so präsentiert er sich am ersten Prozesstag vor dem Strafsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts, und so stellt ihn auch seine Verteidigung dar.

          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Die Generalbundesanwaltschaft zeichnet ein gänzlich anderes Bild. Zu Prozessbeginn rattert eine Bundesanwältin die Anklagepunkte herunter. Darunter: Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Verstöße gegen das Waffengesetz, Betrug. Seit Jahren, sagt die Vertreterin der Generalbundesanwaltschaft, verfüge Franco A. über eine völkisch-nationalistische und rechtsextremistische Gesinnung.

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