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Proteste gegen Castor-Transport : Lebensinhalt

Mehr als 20.000 Polizisten waren im Einsatz Bild: dpa

Die Anti-Atomkraft-Bewegung machte gegen den jüngsten Castor-Transport mobil, als betrauerte sie, dass ihr demnächst der Lebensinhalt abhandenkommt.

          Haben wir etwas verpasst? Geht der Atom-Staat einer neuen Blütezeit entgegen? Der letzte Stand war doch so: Deutschland verzichtet auf die Nutzung der Kernkraft. Im ganzen Land wird danach gesucht, ob es ein geeigneteres Endlager gibt als Gorleben.

          Die Anti-Atomkraft-und-Anti-Gorleben-Bewegung aber machte mobil gegen den jüngsten Castor-Transport, als betrauerte sie, dass ihr demnächst der Lebensinhalt abhandenkommt. Mehr als 20.000 Polizisten mussten ihren Kopf hinhalten, damit Deutschland seine Müll-Rücknahmepflicht erfüllen konnte. Claudia Roth, die Schmerzensfrau der Grünen, aber litt wie immer mit den Demonstranten. Sie erkannte „einen Anschlag auf die Demokratie“. Den warf sie wohlgemerkt den Dienern dieses Staates vor, nicht den vierhundertfünfzig „Linksautonomen“, deren Ziel es auch bei dieser Gelegenheit war, möglichst viele Polizisten ins Krankenhaus zu bringen.

          Womit Frau Roth ihre Tage füllen wird, wenn dereinst der letzte Castor gerollt ist, wissen wir nicht. Die Linkskriminellen aber werden gewiss neue Anlässe finden, die Demokratie zu verteidigen.

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