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Leipzig : Massiver Polizeieinsatz bei Poggenburg-Demo

  • Aktualisiert am

André Poggenburg und Teilnehmer bei einer Kundgebung in Leipzig Bild: dpa

Nur wenige Teilnehmer folgen dem Aufruf des früheren AfD-Landesvorsitzenden André Poggenburg nach Leipzig. Dafür kommen 500 Gegendemonstranten und ein Polizeiaufgebot aus mehreren Bundesländern.

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          Begleitet von großem Protest und einem massiven Polizeiaufgebot hat der Ex-AfD-Politiker André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt am Mittwoch in Leipzig demonstriert. Zu der Versammlung im Leipziger Süden kamen laut dpa keine zehn Teilnehmer. Angemeldet waren 100. Abgesichert wurde die Kundgebung von Polizisten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg sowie der Bundespolizei, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Hubschrauber kreiste über der Stadt. Zum Gegenprotest, zu dem unter anderem das Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ aufgerufen hatte, kamen Behördenschätzungen zufolge mehr als 500 Menschen.

          Poggenburg versucht seit dem Frühjahr, im als linksalternativ geltenden Stadtteil Connewitz zu demonstrieren. Die Versammlungsbehörde legte diesmal als Kundgebungsort eine Straßenkreuzung an der Stadtteilgrenze zu Connewitz fest. Poggenburg, der Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt ist, hatte zwischenzeitlich den „Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland“ (ADPM) gegründet, inzwischen aber seinen Rückzug angekündigt.

          Poggenburg war von 2014 bis 2018 Vorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt. Nachdem er zwei Abmahnungen durch den AfD-Bundesvorstand erhalten hatte, unter anderem, weil er die Partei „in die Nähe des Rechtsradikalismus“ rücke, gab er den Landesvorsitz auf. 2019 trat er aus der AfD aus und kam damit dem Vorhaben zuvor, in von allen Parteiämtern auszuschließen.

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