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Protest gegen Regierung : Anti-Corona-Demo in Berlin aufgelöst

  • -Aktualisiert am

Demonstrantin gegen die Corona-Maßnahmen am Sonntag in Berlin Bild: dpa

Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen gehen in Berlin abermals Demonstranten auf die Straße. Ohne Mindestabend und ohne Mund-Nasen-Schutz.

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          In Berlin sind am Sonntag rund 2000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zu demonstrieren. Da ein Großteil der Teilnehmer bereits zu Beginn der Demonstration am Alexanderplatz weder Masken trug, noch den Mindestabstand von 1,5 Metern einhielt, untersagte die Polizei den geplanten Protestzug. Die Demonstranten widersetzten sich den Anordnungen der Polizisten jedoch und zogen trotzdem durch die Berliner Innenstadt. Viele der Teilnehmer trugen rosafarbene Luftballons in Herzform und riefen Parolen wie „Freiheit und Liebe“. Der Zug wurde wiederholt von Polizisten umgelenkt und in kleinere Gruppen unterteilt. Es kam zu mehreren Festnahmen. Unter den Festgenommenen ist auch der Anwalt Markus Haintz, der die Bewegung „Querdenken“ vertritt.

          Am Nachmittag versammelten sich dann mehrere Hundert Teilnehmer für eine von der Initiative „Querdenken 711“ angemeldete Abschlusskundgebung vor dem Veranstaltungshaus Kosmos, wo ab Sonntag eigentlich die dreitägige Gesundheitskonferenz „World Health Summit“ stattfinden sollte. Aufgrund steigender Infektionszahlen wurde die Konferenz, bei der unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und der Chef der Virologie an der Berliner Charité Christian Drosten sprechen, allerdings komplett ins Netz verlegt.

          Die Polizei, die nach eigenen Angaben am Sonntag mit 600 Beamten im Einsatz war, beendete die Versammlung vor dem Kosmos offiziell um 15.40 Uhr, da die Demonstranten sich auch nach wiederholten Aufforderungen weigerten, Masken aufzusetzen und Abstand zu halten. Dies waren aber Auflagen für die angemeldete Versammlung gewesen. Der Aufforderung der Polizisten, den Ort geordnet und in kleinen Gruppen zu verlassen, leisteten die Demonstrierenden keine Folge. Sie entgegneten den Beamten mit lautem Pfeifen und Trommeln und forderten diese vielfach auf, die Uniform abzulegen und sich den Demonstranten anzuschließen. Einige Demonstranten setzten sich aus Protest vor die aufgebaute Bühne der Veranstalter auf der Karl-Marx-Allee.

          Polizisten gingen gegen den Widerstand vor, indem sie Demonstranten aus der Menge führten oder trugen. Einige Teilnehmer wurden auch an Polizeiautos oder auf dem Boden fixiert. Daraufhin kam es teilweise zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Sprechchöre wie „Demokratie, keine Diktatur“ waren zu hören. Die Polizei hatte die Demonstranten zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass diese sich nach Auflösung der Versammlung nicht mehr auf das Versammlungsrecht berufen könnten und sich durch Weigerung, den Versammlungsort zu verlassen, strafbar machten.

          Polizisten gingen gegen den Widerstand einiger Demonstranten vor, indem sie sie aus der Menge führten oder trugen.
          Polizisten gingen gegen den Widerstand einiger Demonstranten vor, indem sie sie aus der Menge führten oder trugen. : Bild: dpa

          Am Sonntag waren in Berlin auch noch zwei weitere Demonstrationen gegen die Corona-Politik der Regierung angemeldet, darunter eine Kundgebung am Großen Stern mit bis zu 10.000 Teilnehmern am späten Nachmittag. Diese wurde gegen 17 Uhr vom Veranstalter aber kurzfristig abgesagt.

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