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Protest gegen Politik : Wütende Bauern

Landfrust: Landwirte sind mit ihren Traktoren auf dem Weg nach Hannover zum Protest der Initiative „Land schafft Verbindung“. Bild: Daniel Pilar

Viele Landwirte sind verärgert. Sie fühlen sich von der Politik gegängelt und unverstanden. Vor allem für die Union ist das ein Problem. Wird die AfD zur neuen Bauernpartei?

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          Otto Pieper lebt auf eigener Scholle in Holtensen bei Eldagsen. „Schluffige Tonböden und achtziger bis neunziger Lössböden“ bewirtschaftet der Landwirt dort. Pieper ist ein angenehm zurückhaltender, erdverwachsener Niedersachse. Stahlblaue Augen, kräftige Hände. Die hohen Bodenwertzahlen seiner Äcker lassen ein feines Lächeln über sein Gesicht huschen. Wer solchen Grund bestellt, kann eigentlich zufrieden sein.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Im Augenblick ist Pieper, wie fast sein gesamter Berufsstand, allerdings mächtig verärgert: über die Doppelzüngigkeit einer Gesellschaft, die von Wildbienen umsummte Bio-Birnen aus der Region fordert, aber Erdbeeren aus Marokko kauft, weil die im Supermarkt auch im Januar im Angebot sind. Und über eine Politik, die ihm ständig neue Auflagen macht. Nach Auffassung der Landwirte wird gegenwärtig auf einen Schlag eine ganze Sauherde durch ihre Dörfer getrieben: Glyphosat-Verbot, Tierwohl-Label, Düngeverordnung Biodiversität, Klimaschutz.

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