https://www.faz.net/-gpf-a1aqv

Der Lärm der Biker : Da wackelt das Geschirrle

Anzeigen sollen pädagogisch auf Motorradfahrer wirken. Bild: dpa

Motorradfahrer lieben die Schwäbische Alb. Aber auf der Schwäbischen Alb liebt man die Motorradfahrer nicht. Immer mehr und immer lauter seien die Maschinen, klagen die Anwohner. Es ist ein Kulturkampf.

          5 Min.

          Wer sich der Schwäbischen Alb mit ihren schmalen Tälern und den mit spitzen Jura-Felsen gekrönten Hochflächen nähert, spürt schnell, dass in einer der schönsten deutschen Landschaften Unfrieden herrscht. „Großes Lautertal. Bitte langsam und leise fahren. Sonst droht Fahrverbot“, warnt ein grünes Schild alle Motorradfahrer, die kurvenreiche Strecken im „schönsten Flusstal“ und dem „nachhaltigsten Tourismusziel“ Deutschlands suchen. Wie alle Mittelgebirge vom Harz bis zum Schwarzwald leidet auch die Alb seit Jahrzehnten unter dem zunehmenden Motorradverkehr und dem dazugehörigen Lärm.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Markus König ist Chef des Landhotels Wittstaig in Gundelfingen, mitten im Lautertal gelegen. Auf der Speisekarte stehen Wildschwein-Maultaschen und Spätzle mit Lammragout. Das Gasthaus steht auf einem schmalen Flurstück zwischen dem Flüsschen Lauter und der Straße nach Zwiefalten. „An einem normalen sonnigen Sonntag fahren hier 2000 Motorräder vorbei. Sie hören jedes Motorrad schon aus zwei Kilometer Entfernung“, sagt König. Nur in diesem Jahr sei es ruhiger wegen einer Großbaustelle, die Straße Richtung Süden ist gesperrt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nahaufnahme einer Kanüle mit Tropfen und Spritze (Symbolbild)

          Entwicklung in Russland : „Wir können den Impfstoff früher zulassen“

          Russland will schon bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus präsentieren. Kirill Dmitrijew, Chef des Russian Direct Investment Fund, hat ihn an sich selbst erprobt – und glaubt, im September könnten die Massenimpfungen losgehen.
          Das Atomkraftwerk Dukovany in der Tschechischen Republik

          Energiewende : Die Atomkraft lebt weiter

          Viele Staaten setzen nach dem Kohleausstieg auf Atomkraft, so zum Beispiel Tschechien. Die Grünen wollen das torpedieren – mit Hilfe der EU.