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Programm gegen Überalterung : Die Jungen kommen in die Provinz

  • -Aktualisiert am

In Alt zieht jung: In Hiddenhausen werden Familien gefördert, die in bestehende Häuser ziehen und so den Ortskern beleben. Bild: Picture-Alliance

Viele Orte überaltern, wer bleibt, zieht an den Dorfrand, das Gemeinwesen stirbt. Eine Gemeinde zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen unternimmt etwas dagegen.

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          Hunderte Orte, ein und dasselbe Problem: Sie werden immer leerer und älter. Die Jungen gehen meist nach dem Abitur weg, junge Familien nervt die Pendelei, dann lieber gleich in die große Stadt ziehen. Zurück bleiben die Alten und nicht Mobilen. Schulen müssen geschlossen werden, stattdessen wird alle Kraft in das Bemühen investiert, einen Hausarzt in die sterbende Stadt zu holen. Im Rathaus kann nicht mehr gestaltet, sondern nur noch der Mangel verwaltet werden.

          Mona Jaeger

          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten.

          So war es auch lange Zeit in Hiddenhausen, einer Gemeinde mit etwa 20000 Einwohnern an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Vor etwa 15 Jahren ließ der Bürgermeister einen Altersatlas erstellen, der zeigte, wo im Gemeindegebiet viele Rentner und Hochbetagte und wo viele Kleinkinder und junge Frauen leben. So wurde im Rathaus jedem klar, dass es nicht unbedingt zu viele alte, aber deutlich zu wenige junge Hiddenhauser gab. Jedes zehnte Haus im Ort stand leer. Nicht gerade anziehend.

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