https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/probleme-bei-bergung-atommuell-muss-womoeglich-in-der-asse-bleiben-13595392.html

Probleme bei Bergung : Atommüll muss womöglich in der Asse bleiben

  • Aktualisiert am

Drunter und drüber geht es in der Asse: Das Foto aus dem Jahr 1978 zeigt eine Einlagerungskammer 750 Meter unter der Erde. Bild: Helmholtz Zentrum Muenchen/dapd

Mehr als 100.000 Fässer, die seit Jahrzehnten unter Tage liegen, will die Bundesregierung aus dem maroden Bergwerk holen. Doch der Plan könnte nun gefährdet sein.

          1 Min.

          Die von der Bundesregierung geplante Bergung des Atommülls aus dem maroden Bergwerk Asse in Niedersachsen droht laut einem Pressebericht zu scheitern. Darauf deute eine vorläufige Analyse der Probebohrungen durch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hin, berichtet die Zeitung „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Papier.

          Darin heiße es, dass der für die planmäßige und sichere Bergung nötige „Schacht 5“ nach den bisherigen Untersuchungserkenntnissen womöglich nicht an der vorgesehenen Stelle gebaut werden kann.

          Es geht um mehr als 100.000 Fässer

          Bestätigt sich dieses Zwischenergebnis, steht die Rückholung der rund 126.000 Fässern mit schwach- und mittelstrahlendem Atommüll insgesamt in Frage. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat als Betreiber der Schachtanlage Asse 2 darauf verwiesen, dass im Wesentlichen nur ein Standort für den Bau eines Bergungsschachtes in Betracht kommt.

          Das BfS wies die Schlussfolgerungen der BGR allerdings laut der „Welt am Sonntag“ zurück. Bei der Analyse handele es sich lediglich um „eine Tischvorlage, die den Eindruck eines abschließenden Berichts erweckt“, hieß es.

          Atommüll lagert seit fast 50 Jahren

          Im ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel wurden zwischen 1967 und 1978 schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken, Forschungseinrichtungen und der kerntechnischen Industrie eingelagert. Weil das Grubengebäude inzwischen in Teilen instabil ist und Wasser einsickert, plant das BfS die Rückholung der Fässer.

          Die Bundesregierung definierte 2013 die schnellstmögliche und sichere Bergung der Abfälle in einem Bundesgesetz als primäres Ziel.

          Weitere Themen

          Trumps Rachefeldzug ist vorerst gescheitert

          Vorwahl in Georgia : Trumps Rachefeldzug ist vorerst gescheitert

          Donald Trump wollte sich am Gouverneur von Georgia rächen. Der hatte sich nicht an der „Big Lie“ von der „gestohlenen Wahl“ beteiligt. Die Mehrheit der Republikaner folgte aber nicht Trump, sondern einer anderen Stimme in der Partei.

          Eine Peinlichkeit zu viel

          FAZ Plus Artikel: Frankfurts OB unter Druck : Eine Peinlichkeit zu viel

          Eine schlüpfrige Durchsage im Fan-Flieger der Eintracht hat den Frankfurter Oberbürgermeister den letzten Rückhalt gekostet. Die jüngsten Vorfälle zeigen: Selbstreflexion scheint nicht Peter Feldmanns Stärke zu sein.

          Topmeldungen

          Häufiger gekaufte Produkte wie Milch beeinflussen unsere Inflationserwartungen.

          Milchpreis und Teuerung : Warum wir die Inflation oft überschätzen

          Wie hoch wird die Inflation? Unsere Erwartungen darüber bilden wir beim alltäglichen Einkauf. Oft gekaufte Güter haben übermäßigen Einfluss. Frauen überschätzen die Inflation noch stärker als Männer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
          Automarkt
          Top-Gebrauchtwagen mit Garantie