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„Interesse groß wie nie“ : Positiver Trend bei Organspenden in Deutschland

  • Aktualisiert am

Sieht mehr Interesse für das Thema Organspende: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Bild: dpa

Die Zahl der Organspender ist von Januar bis Mai um mehr als acht Prozent gestiegen. Erst zu Beginn des Jahre hatte der Bundestag eine Reform beschlossen, die die Entscheidungsbereitschaft der Bürger stärken soll.

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          Das Interesse am Thema Organspende und die Zahl der tatsächlich gespendeten Organe sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spürbar gestiegen. „Das Interesse am Thema ist groß wie nie“, sagte Spahn in Berlin anlässlich des Tages der Organspende an diesem Samstag. In den ersten vier Monaten des Jahres seien fast 2,5 Millionen Organspendeausweise und Flyer bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellt worden – das sei eine halbe Million mehr als im Vorjahreszeitraum. Zudem sei die Zahl der Organspender von Januar bis Mai um mehr als acht Prozent gestiegen.

          Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gab es 410 Organspender in dieser Zeit. Die Zahl der transplantierten Organe sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1254 auf 1300 gestiegen. DSO-Vorstand Axel Rahmel erklärte am Freitag, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, wo es in der Corona-Pandemie zu massiven Einbrüchen bei den Organspenden gekommen sei, mit mehr als einem „blauen Auge“ davongekommen sei.

          Im Januar hatte der Bundestag eine Reform beschlossen, die auf mehr Impulse setzt, damit sich mehr mögliche Organspender auch konkret entscheiden. Rahmel rief dazu auf, sich mit dem Thema weiter auseinanderzusetzen. Nach wie vor würden 9000 Menschen auf ein Spenderorgan warten. „Jeder Mensch, der ein Organspender ist, kann über seinen Tod hinaus bis zu acht Menschen ein neues Leben schenken.“

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