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Polizeiskandal in Hessen : Beamte am tiefen rechten Rand

Nach dem großen Polizeiskandal in Hessen sind viele Fragen noch unbeantwortet. (Symbolbild) Bild: © Frithjof Hirdes/Corbis

In Frankfurt wurde eine Anwältin bedroht – von einem „NSU 2.0“. Im ersten Revier schickten Beamte einander Hakenkreuze und Hitler-Bilder zu. Wie konnte so etwas unbemerkt bleiben?

          7 Min.

          Der Polizeipräsident hatte sich Zeit genommen. An Tagen, in denen er eigentlich keine Zeit hat. Er besuchte das 1. Polizeirevier in Frankfurt. Ein wichtiger Termin in dieser Woche, vielleicht sogar sein wichtigster Termin in diesem Jahr. Gerhard Bereswill wollte zuhören und Zuspruch geben. Denn das 1. Revier, gelegen am östlichen Ende der „Zeil“, Frankfurts wichtigster Einkaufsmeile, ist Zentrum eines Polizeiskandals. Fünf Beamte aus dieser Dienststelle sollen sich über die Internetplattform Whatsapp Nachrichten und Bilder mit rechtsextremistischen Inhalten zugeschickt haben. Über längere Zeit.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Da wurden Hakenkreuze versandt, Hitler-Bilder und Fotos von behinderten Kindern. Über die sollen die Beamten sich dann lustig gemacht haben. Manche Kommentare sollen sich auch gegen Ausländer und Juden gerichtet haben. Auf einem Bild sollen rauchende Schornsteine zu sehen sein, mit einem antisemitischen Spruch.

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