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Polizei ermittelt : Morddrohung gegen Halles Oberbürgermeister

  • Aktualisiert am

Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle spricht zu feierlichen Inbetriebnahme der neuen Zugbildungsanlage. Bild: dpa

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ hat eine schriftliche Morddrohung gegen Stadtoberhaupt Bernd Wiegand erhalten. Der Bürgermeister steht unter Polizeischutz – bereits zum zweiten Mal.

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          Die Polizei in Halle ermittelt wegen einer Drohung gegen Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Der polizeiliche Staatsschutz habe den Fall übernommen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Halle. Einzelheiten nannte sie bisher nicht.

          Die Sprecherin betonte, die Polizei nehme die Drohung ernst und sorge für den Schutz des Stadtoberhauptes. Welche Maßnahmen ergriffen wurden, sagte sie nicht. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ online von einer schriftlichen Morddrohung gegen Wiegand berichtet. Demnach hat die Redaktion selbst das Schreiben erhalten, in dem dem Bürgermeister gedroht wird. Aus der Pressestelle der Stadt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Die Drohungen gegen Wiegand sind in Deutschland kein Einzelfall. Immer wieder sind  Kommunalpolitiker Hassnachrichten im Briefkasten oder in den sozialen Netzwerken ausgesetzt. Der Bürgermeister des Ortes Kamp-Lintford versuchte deswegen zwischenzeitlich, eine Sondergenehmigung für einen Waffenschein zu beantragen.

          Bereits 2018 wurde der parteilose Oberbürgermeister in Halle zeitweise unter Polizeischutz gestellt. Berichten der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge hatte ein Organisator rechter Demonstrationen immer wieder auf den Wohnort Wiegands hingewiesen. Genau Angaben zum Grund der Schutzmaßnahmen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht.

          Erst vor wenigen Monaten hatte der Attentäter Stephan B. einen Anschlag auf eine Synagoge in Halle verübt. Weil er an der schweren Holztür gescheitert war, tötete er eine Passantin und einen Gast eines nahegelegenen Imbiss.

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