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Nach Großrazzia : Mutmaßliche Mitglieder von Neonazikameradschaft in U-Haft

  • Aktualisiert am

Polizisten führen einen Verdächtigen in Dresden ab. Bild: dpa

Die sächsische Polizei ist mit einer großangelegten Aktion gegen die „Freie Kameradschaft Dresden“ vorgegangen. Der Gruppe werden Angriffe auf Asylunterkünfte, Flüchtlinge und politische Gegner vorgeworfen.

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          Sechs festgenommene mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen „Freien Kameradschaft Dresden“ sind in Untersuchungshaft. Nachdem bereits am Mittwoch drei Verdächtige in U-Haft gekommen waren, wurden auch drei weitere dem Haftrichter vorgeführt, teilte Oberstaatsanwalt Oliver Möller am Donnerstag in Dresden mit.

          Schon seit Juni 2015 ermittelt die Polizei gegen die „Freie Kameradschaft Dresden“. Den Rechtsextremen werden Straftaten gegen Asylunterkünfte in Freital, Heidenau und Dresden und Angriffe gegen Flüchtlinge und politische Gegner angelastet, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

          Die Gruppe steht im Verdacht, insgesamt 14 Straftaten begangen zu haben, darunter die Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

          Insgesamt hatte die Polizei am Mittwoch 19 Wohnungen der Neonazi-Kameradschaft in Dresden und Heidenau durchsucht. Daraufhin wurden sechs mutmaßliche Mitglieder festgenommen, mit dem Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Generalstaatsanwaltschaft geht insgesamt von 15 Männern und zwei Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren aus, die der Gruppe angehören sollen. Einige davon seien bereits vorbestraft.

          Das für extremistische Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei (OAZ) wurde bei den Durchsuchungen von Polizeibeamten aus Leipzig und Dresden, des Landeskriminalamts (LKA) und der Bereitschaftspolizei unterstützt. In Sachsen ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen auf Flüchtlinge, Asylunterkünfte und Politiker gekommen.

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