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Politischer Aschermittwoch : Weltmacht CSU

Die CSU übertraf sich am Aschermittwoch in Passau selbst, als sie sich für die Zusammenarbeit mit Moskau aussprach. Bei was? Der Besetzung der Krim? Dem Belügen der Welt? Auch der Klamauk hat Grenzen.

          Da wird Putin aber froh sein. Und Obama dumm schauen. Die Weltmacht CSU lässt es nämlich „nicht zu, dass das europäische Russland von der Ukraine und anderen ausgegliedert wird“. Der Seehofer-Stellvertreter Gauweiler, der als bekennender Strauß-Verehrer nun auch langsam den Ehrentitel „Riesenstaatsmann“ verdient hätte, tritt sogar „für die Zusammenarbeit mit Moskau“ ein.

          Nun weiß zumindest in Bayern jeder, dass man nichts von dem ernst nehmen muss, was am Aschermittwoch in Passau gesagt wird, schon gar nicht, wenn dieses Spektakel in einen Wahlkampf fällt. Doch dieses Mal übertrifft die CSU sich selbst. Aktuell bietet sich für die Zusammenarbeit mit Moskau vor allem die vollständige Besetzung der Krim an. Auch für eine Kooperation beim Belügen der Welt wäre der Kreml bestimmt dankbar.

          In Polen dagegen wird der Satz, es sei immer gut für Europa gewesen, wenn Deutschland und Russland gute Beziehungen gehabt hätten, nicht ganz so gut ankommen wie beim russischen Generalkonsul. Merkel verzichtete auf ihren Aschermittwoch-Auftritt. Sie macht Politik, die CSU nur Klamauk.

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