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Reaktionen auf Clements Tod : „Prägende Figur Nordrhein-Westfalens und Deutschlands“

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Der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement stellt im Oktober 2001 in der Düsseldorfer Staatskanzlei sein Beschäftigungsprogramm für Nordrhein-Westfalen vor. Bild: dpa

Der Bundespräsident und die Kanzlerin würdigen das politische Lebenswerk des früheren Bundeswirtschaftsministers Clement. Er sei bis zuletzt „ein Kämpfer für die soziale Marktwirtschaft“ gewesen, so Steinmeier in seinem Kondolenzschreiben.

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          Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Lebenswerk des verstorbenen ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement gewürdigt. „In allen seinen Ämtern, und insbesondere als Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat sich Ihr Mann über alle Parteigrenzen hinweg bleibende Verdienste erworben“, schrieb Steinmeier am Sonntag an die Witwe Karin Clement.

          Mit eigenständigen und auch unbequemen Standpunkten habe sich der ehemalige SPD-Politiker dafür eingesetzt, Deutschland zukunftsfähig zu machen. „Bis zuletzt war Ihr Mann ein Kämpfer für die soziale Marktwirtschaft“, heißt es in Steinmeiers Kondolenzschreiben.

          Clement habe Deutschland sowohl als Bundesminister als auch als Ministerpräsident „große und bleibende Dienste erwiesen“, äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er habe viel dazu beigetragen, notwendigen wirtschaftlichen Strukturwandel und die Belange der arbeitenden Menschen miteinander in Einklang zu bringen“, hieß es in einer Mitteilung der Kanzlerin, die Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter veröffentlichte. Sie sei dankbar für die Begegnungen und Diskussionen mit Clement, so Merkel.

          Clement saß von 2002 bis 2005 als Minister für Arbeit und Wirtschaft im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und war wesentlich an den sogenannten Hartz-Reformen beteiligt. Zuvor war er Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen gewesen. Am Sonntag starb er im Alter von 80 Jahren in Bonn im Kreis der Familie, wie zunächst die „Neue Westfälische“ berichtete.

          Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Clement als „prägende Figur Nordrhein-Westfalens und Deutschlands“. Er sei während seiner Zeit als Politiker ebenso ein streitbarer Charakter wie ein moderner Macher der Hartz-Reformen gewesen, so Laschet laut einer Mitteilung vom Sonntag. Er sei ein „vielseitiger Akteur in der Zeit der Jahrtausendwende“ gewesen.

          „Wolfgang Clement war ein echter Nordrhein-Westfale, der durch harte Arbeit und Disziplin in der Politik und anschließend auch in der Wirtschaft erfolgreich war“, äußerte Laschet. Als Wirtschaftsminister im Kabinett von Gerhard Schröder (SPD) habe er auch gegen Widerstände die wichtigen Hartz-Reformen durchgesetzt, „die in Deutschland zu anhaltendem wirtschaftlichen Aufschwung und sinkenden Arbeitslosenzahlen bis heute führten“. Clement sei somit „prägend an der langanhaltenden guten Wirtschaftslage in Deutschland beteiligt“ gewesen.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier würdigte Clement als „großen Patrioten“. Clement sei es nicht um Ideologie, sondern um Arbeitsplätze und Menschen gegangen, schrieb Altmaier auf Twitter. Als Wirtschafts- und Arbeitsminister habe er zum Gelingen notwendiger Reformen beigetragen.

          FDP-Chef Christian Lindner twitterte: „Die FDP trauert um Wolfgang Clement. Als Sozialliberaler setzte er sich Zeit seines Lebens für sozialen Aufstieg, Arbeit und Wachstum ein.“ Clement war 2008 nach vielen Jahren aus der SPD ausgetreten und hatte zuletzt die FDP unterstützt.

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