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Hambacher Forst : Altmaier ruft Konfliktparteien zum Dialog auf

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„Ich bin dafür, dass man miteinander spricht“: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ruft zum Dialog auf. Bild: dpa

Seit vier Tagen halten Braunkohlegegner bei den Räumungsarbeiten im Hambacher Forst die Polizei auf Trab. Nun appelliert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an alle Beteiligten.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Konfliktparteien im Streit um den Hambacher Forst zum Dialog aufgerufen. „Ich bin immer für Rechtsstaat und trotzdem bin ich auch dafür, dass man miteinander spricht“, sagte Altmaier am Dienstag im ARD- „Morgenmagazin“. Leider habe es bislang keine Verständigung zwischen dem Energiekonzern RWE und den Umweltverbänden gegeben.

          Zugleich plädierte Altmaier dafür, beide Seiten zu sehen. „Die rot-grüne Landesregierung in NRW hat dieses Abholzen genehmigt und es gibt Gerichtsurteile.“ Deshalb sollten die Beteiligten weiter reden, mahnte der Minister. Dies sei aber keine Frage, die auf Bundesebene entschieden werde.

          Bei der Räumungsaktion im Hambacher Forst wurden bislang 34 der 51 Baumhäuser geräumt, 27 davon wurden nach Polizeiangaben abgebaut. Demnach nahm die Polizei fünf Menschen vorläufig fest, 31 weitere wurden in Gewahrsam genommen. Verletzte gab es keine.

          Die Polizei hatte am Montag gegen überwiegend gewaltfreien Widerstand der Klimaaktivisten weitere Baumhäuser im Hambacher Forst westlich von Köln geräumt. Am Sonntag hatte es bei dem Großeinsatz gegen Waldbesetzer und Demonstranten im Hambacher Forst Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Dabei wurden fünf Kohlegegner und drei Beamte verletzt.

          Der Hambacher Forst ist in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Umweltschützern besetzt. Der Energiekonzern RWE will im Oktober mit der Rodung eines weiteren Waldstücks beginnen, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau Hambach zu erweitern.

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