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Politik und Rock ’n’ Roll : Im Land der Popbeauftragten

The future’s in the air, I can feel it everywhere: Sigmar Gabriel, damals noch Ministerpräsident, fährt 2001 mit den „Scorpions“ Tretboot auf dem Maschsee. Bild: ddp Images

Wie viel Staatshilfe braucht der Rock ’n’ Roll? Über ein Amt, an dem Sigmar „Siggi Pop“ Gabriel einst verzweifelte und an dem sich nun Bayern versucht – natürlich im ganz großen Stil.

          10 Min.

          Der Begriff des „Popbeauftragten“ taucht zum ersten Mal im Jahr 2003 in den deutschen Medien auf. Damals wurde Sigmar Gabriel zu einem solchen gemacht, von seiner eigenen Partei. Die Berufung galt als Degradierung, bestenfalls als schlechter Witz. „Popbeauftragter“ wurde zum Synonym für ein Amt, das keiner will und keiner braucht.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

          Umso erstaunlicher, dass es in Bayern gleich etliche davon gibt. Im Freistaat, wo die Frage „Braucht’s des?“ sonst sehr geläufig ist, hat kürzlich Schwaben als letzter Regierungsbezirk einen eigenen Popbeauftragten bekommen. Der Kunstminister von der CSU, Bernd Sibler, hat eine einfache Erklärung für diese Fülle: „Der Freistaat ist Kulturstaat! Gerade auch unsere facettenreiche Musikszene zeichnet ihn ganz besonders aus. Pop- und Rockmusik gehören hier maßgeblich dazu, die Musikerinnen und Musiker erreichen ein großes Publikum von Jung bis Alt.“

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