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Streit um Lieferung an Ukraine : Liste verfügbarer Leopard-Panzer soll längst vorliegen

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Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 auf einem Truppenübungsplatz in Polen bei einer NATO-Übung im Juni 2015 Bild: dpa

Verteidigungsminister Pistorius will prüfen lassen, wie viele Leopard-Panzer für eine Lieferung an die Ukraine infrage kämen. Dabei soll es eine entsprechende Liste schon seit letztem Jahr geben.

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          In der Ampelkoalition wird heftig über eine Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an die Ukraine gestritten. Nach einer Konferenz der Länder, die die Ukraine unterstützen, am Freitag in Ramstein hatte der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekündigt, er wolle erst einmal prüfen lassen, welche und wie viele Leopard-Panzer der Bundeswehr überhaupt für eine Lieferung an die Ukraine infrage kämen.

          Dabei liegt eine entsprechende Aufstellung, so berichtet jedenfalls das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, im Verteidigungsministerium längst vor. Demnach gibt es schon seit dem Frühsommer 2022 eine detaillierte Liste mit verschiedenen Leopard-Modellen, die bei der Truppe verfügbar sind und für eine Lieferung an die Ukraine infrage kämen.

          Laut der Tabelle, die dem Magazin vorliegt, verfügt die Bundeswehr insgesamt über 312 Leopard-2-Panzer verschiedener Baureihen. Davon befanden sich im Mai vergangenen Jahres 99 für Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten bei der Rüstungsindustrie, einer bereits in der Aussonderung.

          Dementsprechend sind laut „Spiegel“ in der Liste 212 Leopard-2-Modelle unter dem Reiter „Bestand Truppe“ aufgeführt. Unter diesen seien sowohl die verschiedenen Modelle 2A5, 2A6, 2A7 und 2A7V, das ist die modernste Ausführung des Waffensystems. Zum Stichtag 22. Mai verfügte die Truppe demnach über 53 der Leopard-Variante 2A7V.

          Aus der Liste gehe auch schon hervor, schreibt der „Spiegel“ unter Berufung auf Bundeswehr-Insider, welche Modelle sich für eine Lieferung in die Ukraine eignen würden. Demnach sei denkbar, dass die Bundeswehr die 19 Leopard-2A5-Modelle abgeben könnte. Diese seien laut der Liste aktuell zur „Darstellung gegnerischer Kräfte“ im Gefechtsübungszentrum des Heeres eingesetzt, stellen also bei Manövern feindliche Panzer dar.

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