https://www.faz.net/-gpf-abp4u

Pflegende Angehörige : „Das eigene Leben kann man vergessen“

Mit dem Lifter kann Peter König seiner Partnerin aus dem Bett und in den Rollstuhl helfen. Bild: Daniel Pilar

Die meisten Menschen werden nicht im Heim, sondern zu Hause gepflegt. Doch was, wenn ihre Angehörigen nicht mehr können? Ein Mann am Ende seiner Kräfte erzählt.

          6 Min.

          Die unbeschwertesten Minuten sind die im Auto. Dann dreht Peter König AC/DC auf: Rock or Bust und denkt an nichts. Es sind meist nur kurze Autofahrten durch Goslar, was einkaufen, was vom Amt holen. Kurze Auszeiten von der Pflege seiner Frau. „Das eigene Leben kann man vergessen. Man kann nicht mal eben in den Harz, bisschen wandern“, sagt König und lenkt den Wagen durch aufgeräumte Vororte.

          Livia Gerster
          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Morgens um neun wecken, auf den Rücken drehen, den Körper aus dem Bett und in den Lifter heben, duschen, umziehen, anziehen, umsetzen. Das dauert vier Stunden und ist nur der Anfang vom Tag. König fürchtet, dass ihm langsam die Kraft ausgeht. „Ich bin kein junger Hüpfer mehr, die 65 kommt.“ Er trommelt auf dem Lenkrad. We play it fast and lose, brüllt es aus den Lautsprechern. Dann kehrt Peter König wieder zurück. Zu Nicole, seiner Partnerin, und zu seinem Kampf gegen die Barrieren dieser Welt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Probefahrt im Mercedes EQS : Das Eqsperiment

          Mercedes-Benz zündet sein Elektrizitätswerk. Mit dem ungewöhnlichen EQS beschreiten die Schwaben neue Wege. Eine erste Annäherung zwischen Auto und Autor.