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Petra Hinz : „Zum Abschuss freigegeben“

  • Aktualisiert am

Petra Hinz im Frühjahr 2013 im Bundestag Bild: dpa

Die SPD-Abgeordnete Petra Hinz hat sich in einem Interview zu Wort gemeldet. Ihr Mandat will sie nach dem Skandal um ihren gefälschten Lebenslauf vorerst noch nicht niederlegen. Gegenüber der SPD erhebt sie Vorwürfe.

          Die Essener SPD-Abgeordnete Petra Hinz hält daran fest, ihr Bundestagsmandat gegenüber Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) niederzulegen. Derzeit befindet sich Hinz in einer Klinik in stationärer Behandlung. Sie werde das Mandat niederlegen, sobald sie die Klinik verlassen könne, sagte Hinz in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung. Wann das sei, bestimmten ihre Ärzte.

          Dieses Verfahren habe sie gleich nach Bekanntwerden ihrer Lebenslauf-Lüge genau so mit dem Essener SPD-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischem Justizminister Thomas Kutschaty vereinbart, sagte Hinz.

          Petra Hinz hatte gegenüber Partei und Öffentlichkeit über mehrere Jahrzehnte ein Abitur und ein abgeschlossenes Jura-Studium vorgetäuscht. In dem ersten Interview seit Bekanntwerden des Skandals wirft sie Kutschaty vor, mehrmals Absprachen mit ihr gebrochen zu haben. „Kutschaty hat mich endgültig zum Abschuss freigegeben. Ich bin mir meiner Schuld absolut bewusst und ziehe die Konsequenzen, aber ich habe auch einen letzten Rest Würde verdient.“

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