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Personalstreit : Rösler nimmt Schellnhuber in den Beirat

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Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber Bild: dpa

Soll Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber in den Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderung? Beamte des Wirtschaftsministeriums waren dagegen. Nach F.A.Z.-Informationen will Minister Philipp Rösler aber keinen Einspruch einlegen.

          Kurz vor Beginn des vierten „Petersberger Klimadialogs“ zu dem Umweltminister Peter Altmaier (CDU)  diesen Montag Umweltminister aus etwa 30 Staaten in Berlin erwartet, hat die Regierung den Personalstreit um den Klimaberater Hans Joachim Schellnhuber beigelegt.

          Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) teile die Bedenken seiner Beamten gegen die neuerliche Berufung Schellnhubers in den Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderung (WBGU) nicht, erfuhr die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) aus dessen Umfeld. Rösler habe entschieden, „den bisherigen Vorbehalten der Fachebene seines Hauses nicht zu folgen und auf Einspruch gegen die vom Umwelt- und Forschungsministerium vorgelegten Vorschläge für Neuberufungen zu verzichten.“ Das Wirtschaftsministerium habe dies dem Umweltministerium mitgeteilt.

          Das gelte auch für die Kritik an der abermaligen Berufung des Ökonomen Uwe Schneidewind vom Wuppertaler Institut für Klimaforschung. Zwar müssten die Vorschläge für die Neuberufung des WGBU formell in der Regierung abgestimmt werden. Es sei aber guter Brauch, dass jedes Ressort über Beiräte und Kommissionen eigenverantwortlich befinde. Das nehme auch Röslers Haus für sich in Anspruch.

          Die Personalie hatte für Aufmerksamkeit gesorgt, nicht zuletzt, weil Schellnhuber als Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung international renommiert ist. Er soll diesen Montag auf dem „Petersberger Klimadialog“ sprechen.

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