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Pegida in Dresden : Endlich am Ende

Pegida will einen eigenen Bürgermeisterkandidaten in Dresden aufstellen. Hoffnungen auf einen Wahlsieg machen sich deren Anhänger wohl nicht. Die Wutbürger-Bewegung braucht vielmehr ein Ziel.

          Es ist an der Zeit, dass das Volk endlich darüber abstimmt, wer nun eigentlich das Volk ist. Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters in Dresden bietet im Juni dafür die Gelegenheit, wenn Pegida („Wir sind das Volk!“) tatsächlich mit einem Kandidaten antreten sollte. Es wäre der fünfte. Einen CDU-Kandidaten, eine „parteiübergreifende“ linke Kandidatin, einen unabhängigen Kandidaten mit FDP-Mitgliedschaft und demnächst einen AfD-Kandidaten gibt es schon.

          Die Ankündigung Pegidas hat aber weniger damit zu tun, dass sich deren Anhänger Hoffnungen machen, den Nachfolger für Helma Orosz zu stellen. Die Wutbürger-Bewegung braucht vielmehr ein Ziel, und das kann nicht ernsthaft darin bestehen, das Abendland vor der Islamisierung zu bewahren. Auch die Forderungen – in Dresden wurde am Montag der dritte Katalog vorgestellt – laufen sich zu Tode, weil sie entweder zu unbestimmt, längst Regierungspolitik oder Lieblingsthemen der Opposition sind.

          Die Dresdner OB-Wahl hat deshalb einen heilsamen Effekt. Der Aberwitz, hier sage „das“ Volk seine Meinung, hat dann endlich ein Ende.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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