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Dritter Jahrestag : Pegida und Gegner bringen etwa gleich viele auf die Straße

  • Aktualisiert am

Polizisten sichern die Pegida-Kundgebung in Dresden. Bild: SINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Drei Jahre Pegida: Ausnahmsweise nicht am Montag feierte sich die Bewegung in Dresden. Trotz Gegendemo und einiger Zwischenfälle war es für die Polizei ein eher ruhiger Abend.

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          Anlässlich des dritten Jahrestages der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung hat es am Samstag in Dresden Demonstrationen sowohl für als auch gegen Pegida gegeben. Wegen technischer Probleme begann die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bewegung mit einer Stunde Verspätung auf dem Theaterplatz. Sie endete bei schlechtem Wetter zudem früher als beantragt. Pegida war zuvor vor Gericht mit dem Ansinnen gescheitert, eine Kundgebung auf dem zentralen Altmarkt der sächsischen Landeshauptstadt abzuhalten.

          Gegner von Pegida zogen unterdessen nach Teilnehmerangaben vom Dresdner Postplatz und weiteren Orten aus durch die Innenstadt. Vorher fand ein Friedensgebet in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche statt. Das Bündnis „Herz statt Hetze“ hatte zu dem Zug unter dem Motto „Für ein Dresden ohne Rassismus“ aufgerufen.

          An der gemeinsamen Schlusskundgebung auf dem Neumarkt nahmen etwa 3500 Demonstranten teil, wie der MDR Sachsen unter Berufung auf die Polizei berichtete. Das waren demnach ebenso viele Teilnehmer wie bei der Pegida-Versammlung.

          Oktober 2017 : Pegida begeht dritten Jahrestag in Dresden

          Wenig zu tun für die Polizei

          Rund 600 Polizisten waren im Einsatz, um Zusammenstöße zu verhindern. Nach Angaben eines Polizeisprechers blieb es aber friedlich. Polizeipräsident Horst Kretzschmar erklärte, aus „polizeilicher Sicht“ sei es der „ruhigste Einsatz im Zusammenhang mit einem Jahrestag des Pegida-Fördervereins“ gewesen. Es seien deutlich weniger Einsatzkräfte notwendig gewesen als in den beiden vorangegangenen Jahren.

          Die Polizei berichtete von der Einleitung einiger Strafverfahren. Unter anderem werde der Beitrag eines Redners auf der Pegida-Versammlung auf „strafrechtliche Relevanz“ geprüft. Ein Pegida-Demonstrant mit einem Hakenkreuz und ein Gegendemonstrant mit einer „KPD“-Fahne müssten sich zudem wegen „des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ verantworten. Gegen einen 49 Jahre alten Pegida-Teilnehmer wurde zudem nach einem Faustschlag ein Verfahren eingeleitet und gegen einen 20 Jahre alten Gegendemonstranten wegen Vermummung.

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