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Im Gespräch: Paul Ziemiak : „Die SPD verhält sich destruktiv“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak spricht bei der Veranstaltung „Europa-Dialog“ in Berlin Bild: dpa

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wirft dem Koalitionspartner vor, einen negativen Wahlkampf im Trump-Stil zu führen. Ein Gespräch mit der F.A.Z. Woche über Populismus, die Soziale Marktwirtschaft und Einigkeit in Europa.

          5 Min.

          Herr Ziemiak, wie lange kann und will die Union das Verhalten der SPD noch ertragen?

          Philip Eppelsheim

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche.

          Ich bin schockiert über den Zustand der SPD, wie wir sie in diesen Tagen im Wahlkampf erleben. Die SPD verhält sich destruktiv. Wenn man, wie wir es in dieser Woche erleben mussten, Annegret Kramp-Karrenbauer und Manfred Weber oder Andreas Scheuer bei einer Wahlkampfaktion in eine Reihe stellt mit Hitler und Mussolini, dann bin ich einfach erschüttert. Nicht nur über den Nachwuchs der SPD, die ein solches Dosenwerfen veranstalten, sondern auch darüber, dass eine SPD-Europaabgeordnete das auch noch als eine super Aktion im Wahlkampf lobt und die SPD-Führung nicht die Kraft hat, sich davon zu distanzieren. Die SPD hat die Union und Manfred Weber zum Hauptgegner in der Europapolitik auserkoren. In einer Situation, in der Europa von ganz verschiedenen Seiten angegriffen wird, erleben wir, wie die SPD einen populistischen, negativen Wahlkampf im Trump-Stil führt. Wir wollen dagegen in der Mitte um die besten Ideen für die Zukunft unseres Europas streiten. Es geht doch um die großen Fragen. Wie wir Freiheit und Frieden sichern, Wohlstand schaffen und Sicherheit in einer globalen Welt geben.

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