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Jasper von Altenbockum (kum.)

Habeck-Kommentar : Der neue Joschka

Der schleswig-holsteinische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Robert Habeck Bild: dpa

Robert Habeck redet die Not bei den Grünen herbei – nicht ganz uneigennützig. Er drängt in den Parteivorsitz.

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          Ist die Not der Grünen wirklich so groß? Robert Habeck redet sie, nicht ganz uneigennützig, herbei. Eine linksliberale, freiheitliche und ökologische Partei drohe unter die Räder zu geraten, so fasst Habeck seine Sicht der Lage der Grünen nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche zusammen.

          Deshalb drängt er in den Parteivorsitz, wofür allerdings die Satzung geändert werden müsste – Regierungs- und Parteiamt schließen sich demnach aus. Habeck will aber Minister in Schleswig-Holstein bleiben. Kann das gelingen? Habecks Analyse liefert dafür zu wenig Munition.

          Zwölf Jahre Opposition im Bundestag haben die Grünen weder im Bund noch in den Ländern marginalisiert. Auch nach 16 Jahren Opposition dürfte sich daran nicht viel geändert haben, zumal dann, wenn jetzt wieder eine große Koalition die Ränder stärkt, also auch die Grünen.

          Um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, waren die Grünen bislang nicht auf ihre paritätisch glattgebügelten Parteivorsitzenden angewiesen. Es reichte ein Joseph Fischer. Es braucht in dieser Partei also nicht den Vorsitz, um zum Joschka Habeck zu werden.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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