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Grün-Rot-Rot : Aus der Traum

  • -Aktualisiert am

Rot und Tiefrot: Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler Bild: dpa

Mit ihrer neuen Führung scheidet die Linke als Partner von Grünen und SPD für neue Mehrheiten in Deutschland aus. Den Nutzen hat die Union – auch ohne Angela Merkel.

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          Janine Wissler soll von diesem Wochenende an die Linke führen. Sie gehört zur marxistischen Strömung in der Partei und hat gerade zwei Dinge klargestellt. Erstens: Die Linke wird keiner Regierung beitreten, die Auslandseinsätze der Bundeswehr beschließt. Zweitens: Bei diesem Thema gibt es für sie keine Kompromisse.

          Diese zweite Festlegung ist wichtig, weil es in der Partei auch andere Meinungen gibt. Wisslers künftige Ko-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow ist nicht ganz so streng. Sie könnte sich immerhin Blauhelmeinsätze vorstellen – also Missionen, in denen Soldaten nicht kämpfen, sondern nur durch Feldstecher gucken oder Brunnen graben. Wissler dagegen will nicht einmal das erlauben. Ihre Parole „keine Kompromisse“ gilt damit nicht nur für verteidigungspolitische Verhandlungen mit anderen Parteien, wenn nach der Bundestagswahl die Chance auf Grün-Rot-Rot entstehen sollte. Sie gilt auch in den eigenen Reihen. Wer solche Verhandlungen überhaupt begänne, würde Verrat begehen.

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