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Parteitag der Grünen : Claudia Roth und Cem Özdemir wiedergewählt

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Bild: reuters

Die Grünen haben ihre Parteivorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Frau Roth erhielt 79,2 Prozent, Özdemir 88,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

          Die Grünen haben ihre Parteichefin Claudia Roth mit einem ordentlichen Ergebnis für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Die 55-Jährige erhielt beim Parteitag der Grünen am Samstag in Freiburg ein knapp schwächeres Resultat als 2008. Roth bekam 79,3 Prozent der Stimmen. Für die Vertreterin des linken Parteiflügels votierten 567 Delegierte, 95 stimmten gegen sie, 53 enthielten sich.Vor zwei Jahren kam Roth auf 82,7 Prozent. Roth ist mit einer Unterbrechung seit 2001 Parteichefin.

          Auch Cem Özdemir bleibt für weitere zwei Jahre an der Spitze seiner Partei. Der 44-Jährige erhielt 88,5 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten hatte er nicht. Die Grünen hatten Özdemir 2008 zum ersten Wahl in den Parteivorsitz gewählt. Damals bekam er 79,2 Prozent der Stimmen.

          In ihrer Bewerbungsrede für die Neuwahl als Vorsitzende hatte Claudia Roth zuvor die Angriffe gegen Union und FDP verschärft und sich sicher über die Abwahl von CDU- Kanzlerin Angela Merkel im Jahr 2013 gezeigt. „Ich rede von der Schande unseres Landes - und die heißt Schwarz-Gelb“, rief Roth den Delegierten des Freiburger Parteitags am Samstag zu. Schwarz-gelb-Verdrossenheit bringe tausende Menschen in Bewegung.

          Claudia Roth: Das nächste Jahr könnte das erfolgreichste unserer Parteiengeschichte werden

          „Wir können es schaffen, dass das nächste Jahr das erfolgreichste Jahr unserer Parteiengeschichte wird.“ Im Superwahljahr 2011 wolle die Partei reihenweise dazugewinnen - in Baden-Württemberg und Berlin spielten die Grünen auf Sieg. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir den Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Merkel erleben.“

          Die Politik Merkels spalte und blockiere Deutschland und reiße das Land in tausend Stücke. „Die Union hat ihr C verraten, hat ihr S verkauft.“ Gerechtigkeit, Ökologie und Zusammenhalt seien Fremdwörter für die Koalition. „Wir klagen an, eine Ursula von der Leyen, die immer mehr ein eiskalter Engel ist.“ Auch an den FDP-Ministern Philipp Rösler und Dirk Niebel ließ Roth kein gutes Haar. In der Integrationspolitik seien die Koalitionspartner Nachzügler des Kulturkampfes. „Multikulti ist Realität und keine Illusion.“

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