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AfD-Parteitag : Nicht normal

  • -Aktualisiert am

AfD-Parteitag in Dresden Bild: AFP

Die AfD hat für ihren Wahlkampf einen verführerischen Slogan gewählt. Doch anders als bei der Euro- und der Migrations-Krise konnte sie die Corona-Krise nicht für eine Offensive nutzen.

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          „Deutschland. Aber normal.“ Mit diesem Motto geht die AfD in den Bundestagswahlkampf. Es sind drei wohlgewählte Worte. Denn viele Menschen in Deutschland haben das Gefühl, dass es in einigen Bereichen des Lebens und der Politik nicht mehr normal zugeht. Was AfD-Chef Jörg Meuthen am Samstag auf dem Parteitag in Dresden normal nannte, war das Versprechen einer schönen bürgerlichen Welt. Morgens zur Arbeit zu gehen und Geld zu verdienen. Eine Familie aus Vater, Mutter und Kindern. Eine wehrhafte Bundeswehr. Grundrechte immer und überall. Die AfD als letzte Partei der Normalität?

          Der biedere Slogan steht in Widerspruch zu dem Ruf, mit dem Alexander Gauland nach dem Wahlerfolg vor vier Jahren auftrumpfte: Wir werden sie jagen. Sie, das waren alle anderen. Entsprechend unnormal hat sich die AfD verhalten. Als eine Protest- und Anti-Establishment-Partei, die eine unversöhnliche Rhetorik in den Bundestag brachte, Sachfragen ignorierte, stets das politische System der Bundesrepublik als Ganzes in Frage stellte. Mit der Strategie, den Zorn von Teilen der Bevölkerung in Wählerstimmen umzumünzen, ist die Partei lange gut gefahren.

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