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Parteifinanzen : Die klammen Kassen der FDP

  • Aktualisiert am

Hat keine gute Kassenlage von seinen Vorgängern geerbt: FDP-Chef Christian Lindner Bild: dpa

Seit sich der Abschied aus dem Bundestag abzeichnete, brachen die Einnahmen der Liberalen auf breiter Front weg. Das Überleben der Partei steht auf dem Spiel. Nun sollen die Mitglieder ein Sonderopfer bringen.

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          Die Einnahmen der FDP sind einem Bericht zufolge deutlich zurückgegangen. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte aus dem neuen Rechenschaftsbericht der Partei, der das Jahr 2013 betrifft. Damals war die FDP zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte nicht wieder in den Bundestag gewählt worden.

          Dem Bericht zufolge nahm die FDP im Jahr 2013 gut 33,33 Millionen Euro ein, das waren 23 Prozent oder zehn Millionen Euro weniger als 2009. Wegen des größeren Spendenaufkommens vor Bundestagswahlen und der Wahlkampfkosten ist der Vergleich der Rechenschaftsberichte aus den Wahljahren 2013 und 2009 am aussagekräftigsten.

          Wegen der schlechteren Wahlergebnisse erhielt die Partei dem Bericht zufolge 2013 mehr als zwei Millionen Euro weniger aus der staatlichen Parteienfinanzierung als 2009. Das Spendenaufkommen brach demnach um mehr als fünf Millionen Euro ein. Weil zusätzlich die Zahl der Mitglieder zurückging, sanken außerdem die Beiträge um mehr als eine Million Euro.

          Lindner widerspricht Berichten

          Da die FDP 2013 gut 37,8 Millionen Euro ausgegeben hat, weist ihre jetzt vorgelegte Bilanz ein Defizit in Höhe von 4,5 Millionen Euro aus, wie die „Süddeutsche Zeitung“ weiter berichtete.

          Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach am Donnerstag Berichten, die Partei habe finanzielle Probleme. „2014 haben wir einen Überschuss von rund einer Million Euro erzielt“, sagte Lindner dem „Handelsblatt“ (Online-Ausgabe).

          Vor einigen Tagen war aus der FDP ein Vorstoß für eine Sonderumlage für anstehende Wahlkämpfe bekannt geworden. Die Partei diskutiert demnach derzeit über eine befristete Umlage der Kreisverbände, „um die politische Arbeit der Partei und die Wahlkämpfe in den Ländern zu intensivieren“.

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