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Partei in Existenzkrise? : Gabriel warnt vor Sinken der SPD in Bedeutungslosigkeit

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Jason Romage, Besitzer von „Uncle Joe·s Barbershop“, schneidet dem ehemaligen Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Haare. Gabriel besuchte den Bundesstaat West Virginia, eine Hochburg von Präsident Trump. Bild: dpa

Regelmäßig kommentiert Sigmar Gabriel die sich verschärfende Krise seiner Partei.Nun fürchtet der frühere SPD-Chef und Ex-Außenminister sogar um die Existenz der Sozialdemokratie in Deutschland.

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          Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat vor einem Absinken seiner Partei in die Bedeutungslosigkeit gewarnt. „Das kann man verhindern, das ist nicht automatisch, aber man muss realistisch sehen, dass das passieren kann“, sagte Gabriel der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Besuchs in Martinsburg im amerikanischen Bundesstaat West Virginia. „Es gehört viel Anstrengung dazu, das zu verhindern.“ Zu den schlechten Wahlergebnissen und Umfragewerten seiner Partei sagte der frühere Außenminister: „Ich bin viel zu lange in der SPD - weit über 40 Jahre -, als dass man da nicht mitleidet.“

          Gabriel sagte mit Blick auf das SPD-Führungsduo Andrea Nahles und Olaf Scholz: „Frau Nahles und Herr Scholz wollten, das ich aus der Führung der SPD ausscheide. Das heißt aber nicht, dass mich das Schicksal der Sozialdemokratie nicht kümmern würde.“ Die SPD müsse wieder lernen, auf die Menschen zuzugehen und ihnen zuzuhören.

          „Mitzuhelfen, die SPD wieder zu stabilisieren, das tue ich in meinem Alltag jetzt schon mit den Möglichkeiten, die ich habe“, sagte Gabriel. „Es gibt ja auch viele, die wie ich darüber nachdenken, was zu tun ist. Ich würde uns in der Tat raten, dass wir vieles umsetzen von dem, was wir schon begonnen hatten - übrigens gemeinsam mit Frau Nahles in ihrer Zeit, als sie meine Generalsekretärin war. Wir haben ja, wenn wir ehrlich sind, damals schon gewusst oder geahnt, dass die inneren Strukturen der SPD völlig überholt sind.“

          Im wöchentlichen Trendbarometer von RTL und N-TV ist die SPD um einen Punkt auf katastrophale 13 Prozent gefallen. Gabriel hält sich derzeit auf Einladung der Universität Harvard in den Vereinigten Staaten auf und hält dort Vorträge und Seminare. Bis vergangenen März war er Außenminister und Vizekanzler. Bis zum März 2017 war Gabriel mehr als sieben Jahre lang Vorsitzender der SPD.

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