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Eröffnungsfeier in Rom : „Eine Synode ist kein Parlament“

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus bei einer Generalaudienz am 6. Oktober im Vatikan Bild: dpa

In Rom eröffnet der Papst einen auf gut zwei Jahre angelegten synodalen Prozess der katholischen Weltkirche. Salomonisch sagt Franziskus: Am Ende solle nicht eine andere Kirche stehen, sondern eine, die verschieden sei.

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          Zur bevorstehenden Weltsynode der katholischen Kirche hat Papst Franziskus die Kirche zu Einheit, Mut und Engagement aufgerufen. Wenn nicht wirklich alle daran teilnähmen, drohe „die Rede von Gemeinschaft nur fromme Absicht“ zu bleiben, sagte er bei der Eröffnungsfeier am Samstagmorgen im Vatikan. Zwar gebe es Fortschritte im Bereich Partizipation; aber „wir können nicht umhin, das Unbehagen und Leid vieler pastoraler Mitarbeiter, der partizipativen Organe in den Bistümern und Pfarreien und der Frauen“ zu registrieren, so Franziskus.

          Die Versammlung in der vatikanischen Synodenaula eröffnet einen zunächst auf gut zwei Jahre angelegten, mehrstufigen synodalen Prozess mit dem Titel: „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“. Auf diese Weise soll die Kirche einen stärker dialogischen Umgangsstil lernen; konkrete Themen sollen sich erst später ergeben. „Ich sage noch einmal“, so Franziskus in seiner Ansprache, „eine Synode ist kein Parlament, keine Meinungsumfrage“. Wichtigster Akteur sei der Heilige Geist; „ohne ihn gibt es keine Synode“, so der Papst.

          Es gehe darum, sich dorthin führen zu lassen, „wohin Gott will und nicht wohin uns unsere Ideen und unsere persönlichen Vorlieben bringen würden“, sagte Franziskus. Der Prozess solle „nicht eine andere Kirche“ ergeben, sondern eine Kirche, „die verschieden ist“, die sich unterscheidet, so das Kirchenoberhaupt unter Berufung auf den französischen Konzilstheologen Yves Congar (1904-1995).

          Gleichzeitig warnte der Papst davor, den synodalen Prozess bloß formal, rein intellektuell oder starr anzugehen. Als bloß formal durchgeführtes Unternehmen bringe eine Synode keine echten Ergebnisse. Als rein akademische Studiengruppe hingegen drohe sie „den üblichen sterilen ideologischen und parteilichen Fraktionen zu verfallen“ und sich vom realen Leben der Menschen zu lösen. Wer hingegen meine, alles müsse bleiben, wie „es immer schon gemacht wurde“, nehme die Zeit nicht ernst, „in der wir leben“.

          Werde Synodalität ernst genommen, indem Menschen sorgsam aufeinander und auf Gottes Stimme hörten, bietet sich laut Aussage des Papstes die Chance, dass die Kirche dauerhaft synodal wird. Synodalität bestehe dann nicht nur aus einzelnen Veranstaltungen. In Ruhe aufeinander zu hören, biete zudem die Chance innezuhalten, sich von pastoralen Ängsten zu befreien. Im Ergebnis könne die Kirche, Geistliche wie Laien, dann wieder näher bei den Menschen leben.

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