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Bundeswehr-Militärtransporter : Pannen beim A400M kosten Airbus Millionen

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Ein Airbus A400M fliegt am 31.Mai 2016 in Schönefeld (Brandenburg) während eines Testfluges im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse ILA. Bild: dpa

Zuletzt traf es die Verteidigungsministerin bei ihrem Besuch in Litauen. Der Luftfahrtkonzern Airbus muss für Pannen beim Militärtransporter A400M tief in die Tasche greifen. 27 Millionen hat er schon gezahlt. Doch die Bundeswehr will mehr.

          Der Luftfahrtkonzern Airbus muss offenbar viel Geld in die Hand nehmen, um die Bundeswehr für Pannen und Verzögerungen beim Militärtransporter A400M zu entschädigen. Wie die „Bild“-Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe schreibt, hätte das Verteidigungsministerium knapp 40 Millionen Euro Schadenersatz gefordert.

          Gezahlt wurden an den Bundeshaushalt bereits 27,2 Millionen Euro für vier verspätet an die Luftwaffe ausgelieferte Transporter. Wie das sicherheitspolitische Blog „Augengeradeaus“ berichtet, wurden bislang acht Maschinen an die Bundeswehr übergeben. Strittig sind demnach zwischen Airbus und der Bundeswehr die Forderungen für den ersten A400M, der im Dezember 2014 übergeben wurde. Airbus gehe von 18 Tagen Verspätung aus, die Bundeswehr hingegen von drei Jahren.

          Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, teilte am Donnerstag mit, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe es nicht geschafft, den Rüstungsbereich ihres Ressorts wie angekündigt effizienter zu machen und wesentliche Vorhaben voranzubringen. „Nach vier Jahren scheint keines ihrer zentralen Projekte voranzukommen“, so Lindner.

          Von der Leyen war am Dienstag zu ihrer ersten Dienstreise mit einem A400M nach Litauen aufgebrochen. Dabei war nach ihren Angaben ein Triebwerk ausgefallen. Die defekte Maschine musste zunächst in Kaunas bleiben, die Verteidigungsministerin mit einem 50 Jahre alten Militärtransporter vom Typ C-130 „Transall“ nach Deutschland zurückgeflogen werden. Hersteller Airbus äußerte sich daraufhin betroffen.

          Die Luftwaffe verfügt momentan noch über einen einsatzbereiten A400M. Die sieben übrigen ausgelieferten Militärtransporter befinden sich in der Reparatur, in Inspektionen oder werden modernisiert. Insgesamt kauft Deutschland 53 Flugzeuge des Typs. 40 von ihnen sollen an die Bundeswehr gehen, 13 sind für den Weiterverkauf oder gemeinsamen Betrieb mit Partnernationen vorgesehen.

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