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Panne in Dortmund : Auto fährt gegen Merkels Flugzeug

  • Aktualisiert am

Angela Merkel schaut sich den Schaden am Regierungsflugzeug an Bild: dpa

Die Pannenserie der Flugbereitschaft reißt nicht ab. Jetzt hat es wieder die Bundeskanzlerin getroffen – auch wenn es dieses Mal kein technischer Fehler war.

          Abermals hat es einen Zwischenfall mit einer Regierungsmaschine gegeben – diesmal allerdings unverschuldet: Ein Bodenfahrzeug touchierte am Montag auf dem Flughafen Dortmund den Cityjet, mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angereist war. Das Bundeswehr-Flugzeug des Typs Global 5000 stand auf einer Parkposition, wie die Luftwaffe mitteilte. Die Kanzlerin sollte nach ihren Terminen von der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums wieder nach Berlin geholt werden.

          Wie „Spiegel Online“ berichtet, fuhr eine Mitarbeiterin der Flughafengesellschaft Dortmund den roten Transporter, als sie das Flugzeug mit der Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“ sah. Daraufhin soll sie für ein Handyfoto aus dem Fahrzeug gesprungen sein, heißt es nach jetzigem Ermittlungsstand, wie das Nachrichtenportal schreibt. Die Fahrerin des Wagens zog jedoch bei ihrer Aktion nicht die Handbremse, in der Folge rollte das Auto gegen die Nase des Flugzeugs.

          Immer wieder Pannen

          Merkel war am Montagnachmittag zu Besuch in Wuppertal. Sie stattete zunächst der dortigen Junior-Universität einen Besuch ab. Danach stand sie Bürgern Rede und Antwort. Bei dem Bürgerdialog ging es um das Schwerpunktthema 70 Jahre Grundgesetz. Teilnehmer waren Menschen aus Wuppertal und Schwerin – beide Städte waren 1987 die erste Städtepartnerschaft zwischen einer westdeutschen Großstadt und einer DDR-Stadt eingegangen.

          In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen der Bundeswehr-Flugbereitschaft gegeben. So war im April bei der Landung in New York ein Reifen des Regierungsfliegers „Konrad Adenauer“ geplatzt, die Panne verzögerte den Besuch von Außenminister Heiko Maas (SPD). Im Februar hatte Maas wegen eines Hydraulikdefekts am Fahrwerk seines Flugzeugs vorübergehend im westafrikanischen Mali festgesessen.

          Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wiederum strandete Ende Januar vorübergehend in Äthiopien. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wurde kürzlich auf einer Afrikareise von einer Flugzeugpanne aufgehalten.

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