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Debatte um Rassismus : Prügel für Palmer

Der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer Bild: dpa

Die Vorwürfe gegen den grünen Dissidenten in Tübingen zeigen wieder, welche „Offenheit“ in seiner Partei toleriert wird – und welche nicht. Die Bahn surft auf der grünen Welle mit.

          Boris Palmer ist für viele Grüne schon lange ein rotes Tuch, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn er sich zu Fragen von Migration und Integration äußert. Ist man aber gleich ein Rassist, wie die Grünen-Vorsitzenden Baerbock und Habeck es dem Tübinger Oberbürgermeister (in gerechterer Sprache) vorwerfen, wenn man eine Werbekampagne der Deutschen Bahn kritisiert, die ausschließlich Personen mit Migrationshintergrund als Fahrgäste präsentiert?

          Hat jemand und jeder, der nach der Botschaft dieser Auswahl und dem ihr zugrundeliegenden Gesellschaftsbild fragt, „Probleme mit einer offenen und bunten Gesellschaft“, wie die Bahn Palmer abkanzelt?

          Der „Shitstorm“, der auf den grünen Dissidenten niedergeht und ihn zum Schließen seines Facebook-Kontos veranlasste, wie auch die Ausschlussforderungen aus der eigenen Partei zeigen abermals, welche „Offenheit“ in linken Kreisen toleriert wird – und welche nicht.

          Wer am Traum von der „bunten“ Gesellschaft und an den Werbespots dafür zweifelt, wird als Brauner abgestempelt. Die Bahn, die auf der grünen Welle reitet, macht auch dabei mit.

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