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„Palantir Technologies“ : Hessische Polizei testet neue Software zur Terrorabwehr

  • Aktualisiert am

Das SEK der hessischen Polizei bei einer Anti-Terror-Übung. Bild: Helmut Fricke

Die Software eines amerikanischen Unternehmens soll der hessischen Polizei bei der Aufklärung organisierter Kriminalität helfen. Doch der Anbieter ist umstritten.

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          Hessens Polizei testet eine Analysesoftware des amerikanischen Anbieters Palantir Technologies zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus sowie der schweren und Organisierten Kriminalität. Der Einsatz soll dazu dienen, unterschiedliches Datenmaterial zusammenzuführen und auszuwerten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Wiesbaden. Dadurch könnten Gefahren rechtzeitig erkannt und Ermittlungen zu einschlägigen Straftaten zielgerichteter und effizienter geführt werden. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ darüber berichtet.

          Der Test laufe derzeit nur im Polizeipräsidium Frankfurt und sei mit dem Landesdatenschutzbeauftragten abgestimmt, sagte der Sprecher. Der Betrieb der Analyseplattform erfolge innerhalb des abgesicherten Netzwerks der Polizei, der dazugehörige Server sei im Besitz des Landes Hessen. Eine Weitergabe der Daten an den Softwarehersteller oder andere sei ausgeschlossen.

          Missbräuchliche Nutzung von Kundendaten

          Die Sicherheitsexperten im Land hätten die Software geprüft und als die einzige bewertet, die den fachlichen Bedarf der Polizei decke, sagte der Sprecher. Daher sei auf eine Ausschreibung verzichtet worden. Angaben zum Preis für die Software wurden nicht gemacht.

          Nach „Spiegel“-Angaben wurde Palantir 2004 von dem Facebook-Investor und PayPal-Erfinder Peter Thiel mithilfe des amerikanischen Geheimdienstes CIA gegründet. Das Unternehmen stehe im Verdacht, Kontakte zur Firma Cambridge Analytica unterhalten zu haben, die mit illegal erlangten Facebook-Daten Einfluss auf die Präsidentschaftswahl genommen haben soll. Zudem sei die Firma in den Vereinigten Staaten wegen missbräuchlicher Nutzung von Kundendaten aufgefallen.

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