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Sexueller Missbrauch : Abgründe eines Tätermilieus

Hilfe im Gegenzug für Ausbeutung: Straßenkindern wurde Unterschlupf geboten, dann wurden sie missbraucht. Bild: dpa

Kommunen, die Missbrauch duldeten, „Sorgentelefone“, deren Betreiber Kinder ausbeuteten und Reiseführer, die Stundenhotels auflisteten: Eine Vorstudie hat pädosexuelle Netzwerke in Berlin untersucht und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen.

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          Gegen die Kriminalisierung der Homosexualität unter erwachsenen Männern und Frauen zu kämpfen, stand im Zuge der sexuellen Revolution bis zur endgültigen Abschaffung des Homosexuellen-Paragraphen 175 im Jahr 1994 im Fokus sozialer Bewegungen und Protestgruppen. Allzu oft wurde dieses Anliegen allerdings verknüpft mit einer Bagatellisierung des Kindesmissbrauchs bis hin zu der Forderung, im Gegenzug die Paragraphen 174 und 176 des Strafgesetzbuchs zum sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und zu kinderpornographischen Abbildungen abzuschaffen. Die Forderung nach der Straffreiheit des sexuellen Missbrauchs und wurde gar mit der Forderung nach „Kinderrechten“ verknüpft.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Wie sehr derartige Bestrebungen bis in die jüngste Vergangenheit gewirkt haben, lässt sich am Archiv des Schwulen Museums in Berlin zeigen, das ein umfangreiches „Bewegungsarchiv“ birgt. In einer Vorstudie des Kieler Kulturwissenschaftlers Sven Reiß und der freien Historikerin Iris Hax „Programmatik und Wirken pädosexueller Netzwerke in Berlin – eine Recherche“ im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs tun sich Abgründe eines Tätermilieus auf.

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