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Nach Kretschmers Aussage : Kann der Osterurlaub trotz Corona stattfinden?

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Leere Strände wie im Juli 2020 in Mecklenburg-Vorpommern auch an Ostern? Bild: ZB

Sachsens Ministerpräsident sieht keine Möglichkeit für einen Osterurlaub. Vizekanzler Scholz sagt, es sei zu früh, darüber zu diskutieren. Die Bundesregierung will abwarten.

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          Die Bundesregierung will in der Frage möglicher Lockerungen der Corona-Regeln zu Ostern zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Festlegung treffen. Es spreche „vieles dafür, dass wir jetzt erstmal die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten und dann bewerten, welche Lockerungen zu welchem Zeitpunkt möglich sind“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Er betonte zugleich, die Bundesregierung „arbeitet daran, das Ostern 2021 schon wieder ein etwas anderes Fest wird, als Ostern 2020 war.“

          Zur Zeit gebe es eine Lage, die sich in vieler Hinsicht positiv entwickele, sagte Seibert mit Blick auf den Rückgang der Neuinfektionen und der Zahl der intensivmedizinischen Behandlungen. Auch die hohe Zahl der Todesfälle gehe endlich vorsichtig zurück. „Aber diese Lage ist noch unsicher“, betonte der Regierungssprecher. Die Mutationen stellten eine reale Gefahr dar, deren großflächige Ausbreitung in Deutschland müsse verhindert werden. 

          Scholz: Debatte über Osterurlaub zu früh

          Ähnlich äußerte sich etwa Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Die Debatte über den Osterurlaub sei zum jetzigen Zeitpunkt „zu früh“. „Ich glaube, es ist wichtig, dass wir alle ein wenig abwarten, wie sich die Dinge entwickeln, und deshalb macht es keinen Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt in die eine oder andere Richtung eine feste Aussage zu treffen“, sagte er der Zeitung „Die Welt“. Zurückhaltend äußerte sich auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD): „Eine so weitgehende Vorhersage – Ostern ist in sechs Wochen – lässt sich jetzt noch nicht machen“, sagte er am Montag. Woidke hatte bislang die Bürger aufgerufen, auf touristische Reisen, Tagesausflüge und nicht notwendige Reisen zu verzichten.

          Zuversichtlicher zeigte sich der CDU-Landtagsfraktionschef in Thüringen, Mario Voigt. „Wenn die Zahlen stimmen, müssen gastronomische und touristische Lockerungen zu Ostern auch nicht abgesagt werden“, erklärte Voigt am Montag in einer Mitteilung. „Die Fortschritte beim Absenken der Inzidenzwerte sind ermutigend und sollten schon bald für mehr Freiheit und Normalität sorgen.“ Die Menschen brauchten Hoffnung und Zuversicht, dafür stehe für viele das Osterfest.

          Die Debatte über Lockerungen zum Osterfest war am Wochenende von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angestoßen worden. Er hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, Osterurlaub in Deutschland könne es dieses Jahr leider nicht geben. Durch eine zu große Mobilität würden die Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung zerstört. Zu Ostern 2020 hatte es strenge Reise- und Ausgangsbeschränkungen gegeben.

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