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Botschaft zu Ostern : Steinmeier kritisiert Schwarzmalerei der Deutschen

Wider die Schwarzmalerei: Bundespräsident Steinmeier spricht während der Veranstaltung „«Dritte Bürgerlage“ am Dienstag im Schloss Bellevue Bild: dpa

Der Bundespräsident fordert die Menschen im Land dazu auf, sich zusammenzuraufen statt sich über andere zu empören. Nun komme es aufs Können an – nicht aufs Zweifeln.

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          Der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin haben an das Vertrauen und die Vernunft der Bevölkerung appelliert, um die dritte Welle der Corona-Pandemie zu überstehen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte in einer Fernsehbotschaft zu Ostern, die Pandemie habe neben den Sorgen um Gesundheit und wirtschaftliches Wohlergehen jetzt auch eine Vertrauenskrise zwischen Bürgern und Staat erzeugt. Dies sei der Grund seines Appells. Steinmeier sagte, es habe zwar durchaus Fehler gegeben, „beim Testen, beim Impfen, bei digitalen Lösungen“. Aber: „Raufen wir uns alle zusammen, liebe Landsleute!“

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Er forderte die Bevölkerung auf, sich nicht nur „über die anderen oder über die da oben“ zu empören. Statt zu zeigen, was alles nicht gehe, sei es wichtig zu zeigen, „dass es geht, wenn alle ihren Teil tun“. Vertrauen in die Demokratie sei am Ende das Vertrauen auf „uns selbst“, sagte Steinmeier und beteuerte: „Dafür haben wir jeden Grund.“ Er beschrieb die zu erwartenden Fortschritte der Impfkampagne und sagte, er habe selbst vor wenigen Tagen seine erste Impfung erhalten und vertraue „allen – ich betone: allen – in Deutschland zugelassenen Impfstoffen“.

          Vor einigen Monaten, nach der ersten Corona-Welle, hätten sich die Deutschen „schon mit Genugtuung als Pandemie-Weltmeister“ gesehen, heute aber „überbieten wir uns geradezu in Schwarzmalerei“. Die Wahrheit sei beides nicht. Steinmeier sagte in seiner Ansprache: „Wir zweifeln viel, aber wir können auch viel! Und aufs Können, nicht aufs Zweifeln, kommt es jetzt an.“

          Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in ihrer wöchentlichen Videobotschaft, es gebe inzwischen „zwei ganz handfeste Helfer“, die zur Beendigung der Pandemie beitrügen, die Tests und die Impfungen. Sie kündigte an, dass der Monat April „uns beim Impfen große Schritte nach vorne bringen“ werde. Die Liefermengen nähmen beständig zu, nach Ostern würden auch die Hausärzte impfen können. Das systematische Testen nannte die Kanzlerin „für Schulen und Kitas unerlässlich“, das gelte auch für Betriebe und in der Verwaltung. Der Effekt könne sich nur zeigen, wenn bei erkannten Infektionen eine schnelle Kontaktverfolgung möglich sei. 

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