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Organspende und Corona : „Wir testen jeden Spender auf das Virus“

Eine Niere wird entnommen, die ein anderer Patient dringend benötigt (Archivbild) Bild: dpa

Die Zahl der Organspenden entwickelte sich eigentlich positiv – dann kam Corona. Axel Rahmel von der Stiftung Organspende erklärt, welche Probleme das Virus bei Transplantationen verursacht.

          3 Min.

          Herr Rahmel, was bedeutet die Corona-Pandemie für die Organspende in Deutschland?

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Das Virus wirkt sich an verschiedenen Stellen auf das System aus. Bei einer solchen Pandemie muss man sich darüber Gedanken machen, wie die Sicherheit der Transplantationen aufrechterhalten werden kann – man muss also verhindern, dass das Virus vom Spender auf den Empfänger übergeht. Dazu kommen erhöhte Infektionsrisiken für die Organempfänger nach der Transplantation. Und natürlich müssen wir die Menschen auf den Wartelisten schützen. In einigen Dialyse-Zentren kam es bereits zu Corona-Ausbrüchen. Die Pandemie beschäftigt uns also auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Um die Sicherheit der Spenden zu erhöhen, haben wir frühzeitig die Diagnostik bei den Spendern ausgeweitet und untersuchen jeden, dem ein Organ entnommen werden soll, ob er das Virus in sich trägt.

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