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Plan von Spahn : Organspende soll im Unterricht behandelt werden

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Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, schaut im April in der Bundespressekonferenz in Berlin auf einen Organspendeausweis. Bild: dpa

Die Aufnahme der Organspende als Unterrichtsthema könne eine Tabuisierung abbauen, heißt es laut eines Medienberichts in einem Initiativplan. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich offen für das Vorhaben.

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          Das Thema Organspende soll nach Wunsch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch in Schulen vorkommen. Ein unter Federführung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) entstandener Initiativplan sieht vor, das Thema langfristig in die Lehrpläne aufzunehmen, wie die „Rheinische Post“ berichtet.

          „Da eine Entscheidung gegen die Organspende mit der Vollendung des 14. Lebensjahres und die Entscheidung für die Organspende im Alter von 16 Jahren getroffen werden kann, ist es sinnvoll, bereits in der Schule mit der Aufklärungsarbeit zu beginnen“, heißt es in dem Plan, der der Zeitung vorliegt. Auf diese Weise könnten mögliche Berührungsängste mit dem „mitunter tabuisierten Thema“ frühzeitig verhindert oder abgebaut werden.

          Spahn begrüßte den Ansatz. „Die differenzierte Ansprache verschiedener Zielgruppen in der Bevölkerung helfen, Organspende zu einer Selbstverständlichkeit zu machen“, sagte er. Neben den Schülern sollen auch Migranten und Senioren gesondert adressiert werden, hieß es. Bürger ab 65 Jahre sollten insbesondere darüber aufgeklärt werden, dass für die Organspende keine Altersgrenze existiere, heißt es in dem Initiativplan.

          Am Mittwoch befasst sich der Bundestag mit zwei Gesetzentwürfen zur Neuregelung der Organspende.

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