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Organspende-Kommentar : Endlich

Ein Styropor-Behälter zum Transport von Transplantationsorganen wird am Eingang eines OP-Saales vorbeigetragen. Bild: dpa

Die neu auf den Weg gebrachten Regeln zur Organspende dokumentieren, woran es bislang am meisten fehlte: an Anreizen und richtiger Ressourcenallokation im Krankenhauswesen. Das soll sich endlich ändern.

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          Der vom Bundeskabinett auf den parlamentarischen Weg gebrachte Entwurf zur Änderung des Transplantationsgesetzes ist vor allem eines: ein Offenbarungseid. Denn so angemessen und über alle Fraktionen hinweg unstrittig die neuen Regeln zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende sind – sie dokumentieren, woran es auf dem Gebiet des Transplantationswesens bislang am meisten fehlte.

          Eine hinreichende Zahl potentieller Spender ist es nicht, weshalb die von Gesundheitsminister Spahn und SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach vom Zaun gebrochene Debatte über eine Widerspruchslösung derzeit überflüssig ist. Allen Skandalen zum Trotz fehlt es auch nicht an einem Grundvertrauen in die Transplantationsmedizin.

          Wenn es Organe nicht in hinreichender Zahl gibt und Tausende deshalb vor der Zeit versterben, dann liegt das in Deutschland in allererster Linie an fehlenden Anreizen und falscher Ressourcenallokation im Krankenhauswesen. Das soll sich endlich ändern. Ethische Probleme wie das Hirntodkriterium bleiben.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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