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„Operation Kaninchenjagd“ : Mobbingvorwürfe gegen CDU-Generalsekretär

  • Aktualisiert am

Bestreitet die Mobbingvorwürfe: CDU-Generalsekretär Peter Tauber Bild: dpa

Der heutige CDU-Generalsekretär Peter Tauber soll vor zehn Jahren als Jung-Politiker eine Mobbing-Anleitung verfasst haben, um eine Mitarbeiterin in seinem Heimatkreis loszuwerden. Tauber bestreitet die Vorwürfe.

          CDU-Generalsekretär Peter Tauber sieht sich mit Mobbing-Anschuldigungen aus seiner eigenen Partei konfrontiert. Der 42 Jahre alte Politiker, der die Vorwürfe zurückweist, soll demnach Mitautor einer vor zehn Jahren verfassten detaillierten Mobbinganleitung mit dem Titel „Operation Kaninchenjagd“ sein. Das vierseitige Papier, über das am Freitag zuerst die „Frankfurter Rundschau“ berichtete, kursiert derzeit in der CDU des hessischen Main-Kinzig-Kreises, der politischen Heimat des Generalsekretärs.

          Darin werden Anweisungen zum Mobbing gegeben, gefolgt von Entwürfen für einen Beschluss des CDU-Kreisvorstands zur Entlassung der damaligen Kreisgeschäftsführerin.

          Ziel des Papiers sei es gewesen, das „Kaninchen“, sprich die unerwünschte Mitarbeiterin, zur Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags zu drängen. „Kein Wort zum Kündigungsschutz“ wird darin hervorgehoben. Und weiter: „Falls eine Nachfrage kommt, was mit dem Kündigungsschutz ist, sollte man Sand in die Augen streuen.“ Enthalten ist ein genauer Ablauf, wie die Trennung eingeleitet werden und vonstatten gehen soll. Zur Terminierung heißt es: „Freitag/Samstag. Vorteil: Alle können teilnehmen. Kaninchen kann zwei/drei Tage niemanden konsultieren.“

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