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Grexit-Äußerungen : Scholz verteidigt Gabriel gegen Kritik in der SPD

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Ein Wort für den Parteivorsitzenden: Olaf Scholz (links) und Sigmar Gabriel in einer Aufnahme aus dem Februar Bild: dpa

Sigmar Gabriel sei ein Brückenbauer – was sonst? So springt der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz seinem Vorsitzenden bei. Sigmar Gabriel hatte in der Griechenlanddebatte einmal mehr die Parteilinke gegen sich aufgebracht.

          Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz hat parteiinterne Kritik am Griechenland-Kurs des Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel zurückgewiesen. „Die Kanzlerin und der Vizekanzler suchen einen Weg zu helfen, der die europäischen Prinzipien nicht verletzt“, sagte Scholz der „Welt“  vom Freitag. „Es geht um Solidarität und um Klarheit. Die Kombination aus beidem ist die Aufgabe der Stunde.“

          Auf die Frage, ob er Gabriel als Brückenbauer wahrnehme, entgegnete Scholz: „Was sonst?“ Unmut in der SPD hatte sich unter anderem an Gabriels Aussage entzündet, dass die griechische Regierung mit dem Referendum „letzte Brücken“ zu einem Kompromiss eingerissen habe. Mehrere Sozialdemokraten hatten dies als nicht nachvollziehbar kritisiert und Gabriel vorgeworfen, in der Krise zu zündeln statt Brücken zu bauen.

          Auch der ehemalige Parteivorsitzende Kurt Beck warnte seine Parteifreunde. Er halte das derzeitige „Gemäkel für absolut falsch und abträglich“, sagte Beck dem Berliner „Tagesspiegel“ vom Freitag. „Da sollte sich jeder mal zusammenreißen.“ Zugleich trat Beck dem Eindruck entgegen, in der SPD formiere sich breiter Widerstand gegen Gabriel: „Das sind allenfalls ein paar Einzelne, die die Dinge nicht abwägen“, sagte er. Die SPD habe aus den häufigen Wechseln an der Spitze gelernt. Dies müsse aber „auch beibehalten werden“.

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