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Cum-Ex : Das laute Schweigen des Olaf Scholz

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 30. April 2021 vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. Bild: dpa

Immer wenn es um Cum-Ex geht, stehen auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum. So auch nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs. Erinnerungen an ein Treffen werden wach.

          3 Min.

          Wer denkt, dass betrügerische Banken und Aktienhändler, die den deutschen Fiskus um Milliarden bringen, Wasser auf die Mühlen des wahlkämpfenden Olaf Scholz sind, irrt sich vermutlich gewaltig. Wenn es – wie am Mittwoch beim Bundesgerichtshof – um Cum-ex-Geschäfte geht, stehen vielmehr immer auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Der Bundesfinanzminister, der in den Umfragen nicht wirklich vom Fleck kommt, scheint unverdrossen darauf zu bauen, dass sich der Wähler für den Anwärter mit der größten politischen Erfahrung entscheidet, also ihn. Scholz ist wahrlich lange im politischen Geschäft. Bevor er vor gut drei Jahren sein aktuelles Amt antrat, war er Erster Bürgermeister in Hamburg, Bundesarbeitsminister, Generalsekretär seiner Partei. Er steht in seiner eigenen Wahrnehmung einerseits für Verlässlichkeit und Kontinuität, andererseits für Aufbruch.

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