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Scholz stellt SPD-Minister vor : Wer das Land regieren soll

Neue Riege: Karl Lauterbach (SPD), designierter Bundesminister für Gesundheit, Svenja Schulze (SPD), designierte Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Wolfgang Schmidt (SPD), designierter Chef des Bundeskanzleramtes, Hubertus Heil (SPD), designierter Bundesminister für Arbeit und Soziales, Lars Klingbeil, Christine Lambrecht (SPD), designierte Bundesministerin der Verteidigung Bild: Jens Gyarmaty

Olaf Scholz präsentiert die Liste der künftigen SPD-Minister. Viele Frauen und Männer aus der Partei hatten sich bemüht, manche sich geradezu penetrant beworben. Doch bis zur letzten Minute bleibt alles vertraulich.

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          Olaf Scholz hat sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Erst der Koalitionsvertrag, dann der Parteitag. Danach die ersten Personalien. So wollte er es machen. Davor und dazwischen: Schweigen im sozialdemokratischen Bergwerk. Wenn in der Demokratie Macht auch dadurch ausgeübt wird, andere Leute erfolgreich vom Ausplaudern abzuhalten, dann ist Olaf Scholz jedenfalls schon jetzt ein sehr mächtiger Kanzler in spe. Am Samstag, auf dem Sonderparteitag zum Koalitionsvertrag, hatte er noch einmal genüsslich ausgebreitet, wie es ihm und einer Handvoll anderer Sozialdemokraten gelungen war, die Frage der Kanzlerkandidatur früh zu entscheiden und sie sodann wochenlang vor aller Welt geheim zu halten.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Selbst hohe Parteifunktionäre wie Kevin Kühnert, die sich für Mitlenker hielten, hatten von Scholz’ Kanzlerkandidatur erst erfahren, als sie im Sommer vorigen Jahres dem gesamten Bundesvorstand mitgeteilt wurde. So ähnlich war es diesmal auch. Bis Samstagabend wusste niemand von Scholz’ Plänen.

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