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Kritik an Doppelspitzen : Zwei Grüne sind einer zu viel

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Bald Konkurrenten?: Robert Habeck (links) und Cem Özdemir 2011 in Kiel; damals war Habeck gerade zum Spitzenkandidaten der Grünen in Schleswig-Holstein gewählt worden. Bild: dpa

Der Co-Vorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, stellt die Doppelspitzen in der Bundesführung seiner Partei in Frage. Sie verhinderten „politische Zuspitzung“, sagt er. Doch es könnte noch andere Gründe geben.

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          Der Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir hat eine Debatte über den Sinn von Doppelspitzen in der Grünen-Führung angestoßen. Sie sind seiner Ansicht nach ein Grund für die fehlende Durchschlagskraft der Partei. „Die doppelte Doppelspitze der Grünen macht es nicht leichter, personelles Profil zu gewinnen und Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner zuzuspitzen“, sagte Özdemir der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.).

          Zuletzt hatte der grüne Umweltminister von Schleswig-Holstein, Robert Habeck, angekündigt,  sich für eine Spitzenkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl zu bewerben. Auch Özdemir gilt als Anwärter. Zwei Männer könnten aber kein Spitzenduo bilden, dort muss mindestens eine Frau vertreten sein.

          Bei den Grünen werden die Partei und auch die Bundestagsfraktion von jeweils zwei Vorsitzenden geführt, von denen mindestens eine Frau sein muss. Özdemir steht der Partei zusammen mit Simone Peter vor, die Fraktion wird von Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter geführt.

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