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Diskussion in der CDU : Oettinger bringt Merz als Kanzlerkandidaten ins Spiel

  • Aktualisiert am

Friedrich Merz (hier Ende November in Böblingen) soll Kanzlerkandidat der CDU werden, wünscht sich zumindest EU-Kommissar Günther Oettinger. Bild: dpa

Friedrich Merz hat knapp den CDU-Vorsitz verpasst. Wird er trotzdem Kanzlerkandidat der Union? EU-Haushaltskommissar Oettinger sieht jedenfalls keinen Automatismus für Kramp-Karrenbauer – und bringt Merz ins Spiel.

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          EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) kann sich den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten vorstellen. Fast die Hälfte der Parteitagsdelegierten hätten Merz als CDU-Vorsitzenden gewählt – „und ein CDU-Vorsitzender ist immer auch ein möglicher Kanzlerkandidat“, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (online: Mittwoch, print: Donnerstag).

          Zuallererst liege die Entscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur bei der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die das erste Zugriffsrecht habe. Doch es gebe dabei „keinen Automatismus“.

          Kramp-Karrenbauer hatte sich in einer Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag in Hamburg nur knapp gegen Merz durchgesetzt, der für den konservativen und wirtschaftsliberalen Flügel der Partei steht. Merz zeigte sich hinterher offen für ein Ministeramt in der Bundesregierung – mit einem Wechsel in die Bundesregierung von Angela Merkel (CDU) kann er allerdings derzeit nicht rechnen.

          Aus Oettingers Sicht sollte Merz „ein Aktivposten“ in der CDU bleiben. „Er sollte zunächst einmal bei einem Parteiprojekt mitwirken – in einer Programmkommission oder in einem ranghohen Beirat“, sagte der EU-Kommissar den Funke-Zeitungen. „Daneben könnte er in der privaten Wirtschaft tätig bleiben.“

          Oettinger begrüßte es, dass Merz bereit bleibe, „seine Sachkompetenz einzubringen“. Zwar könne dafür nicht sofort die Regierung umgebildet werden. „Es wird aber zu Veränderungen in der Bundesregierung kommen – spätestens 2021 mit der nächsten regulären Bundestagswahl, vielleicht auch früher.“

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