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Klimaschutz ohne Revolution : Was macht die Ökologisch-Demokratische Partei falsch?

  • -Aktualisiert am

Mit Plakaten und Bannern: Anhänger des von der ÖDP initiierten Volksbegehrens Artenvielfalt am 12. Februar 2020 in München Bild: dpa

Die ÖDP ist mit Volksbegehren erfolgreich. In den Bayerischen Landtag aber hat sie es noch nie geschafft. Liegt das vielleicht auch daran, dass sie in der Praxis manchmal etwas „uncool“ wirkt?

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          Jetzt, da immer mehr Leuten dämmern dürfte, dass Umwelt- und Klimaschutz vielleicht nicht alles sind, aber ohne sie alles nichts, und da gleichzeitig die Grünen in Schwierigkeiten stecken, ist ein guter Zeitpunkt, um zu fragen: Was ist eigentlich mit der ÖDP? Für viele ist das gleichbedeutend mit der Frage: Was ist eigentlich die ÖDP – und damit ist ihr Problem schon ganz gut beschrieben.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Die Ökologisch-Demokratische Partei wurde 1982 gegründet, als konservatives Pendant zu den Grünen, als umweltbewusste Antwort auf die Union. Die Schöpfung zu bewahren sollte das Anliegen sein, aus dem sich bei der ÖDP alles Weitere ableitete. Nur halt ohne revolutionären Habitus. Diese Mischung war am ehesten in Bayern anschlussfähig. Es gab eine Zeit, in der manche CSU-Leute Angst vor der ÖDP hatten. Der frühere Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Alois Glück, warnte seine eigene Partei davor, die nachdenklicheren Leute an die ÖDP zu verlieren. Auf kommunaler Ebene gelangen der ÖDP Achtungserfolge. Doch zu einer ernsthaften Größe wurde sie nie, jedenfalls nicht bei Wahlen. Im Freistaat waren 2,1 Prozent im Jahr 1994 das höchste der Gefühle.

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