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Wenige Oberbürgermeisterinnen : „Frauen haben mehr Skrupel als Männer“

Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Juli bei einer Abschlusskundgebung von „Fridays for Future“ auf dem Alten Markt Bild: dpa

Kaum eine deutsche Großstadt wird von einer Frau regiert. Wie kann das sein? Ein Gespräch mit der Politologin Helga Lukoschat über die Gründe dafür – und über Möglichkeiten, es zu ändern.

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          Frau Lukoschat, nur eine der 20 größten Städte Deutschlands wird von einer Frau regiert. Unter den 50 größten Städten finden sich nur drei Oberbürgermeisterinnen. Dabei müsste man doch annehmen, dass der Frauen-Anteil über die Jahre steigt.

          Völlig richtig. Frauen sind qualifiziert, sie haben verwaltungsnahe Berufe, Lebenserfahrung, sind in ihrer Kommune verankert. Diese Faktoren erklären also nicht, warum, zu wenige Frauen gewählt werden. Insgesamt liegt der Anteil der Oberbürgermeisterinnen bei nur 8,1 Prozent. Und wir hatten schon einmal um die 15 Prozent. Gerade bei den Oberbürgermeistern sind Karrierewege in der Regel parteipolitisch bestimmt. Sie müssen innerhalb der Partei netzwerken, sich in der Kommune bekannt machen, in der Stadtgesellschaft präsent sein.

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