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OB-Wahl in Stuttgart : CDU-Kandidat vorn, Grüne enttäuschen

  • Aktualisiert am

CDU-Kandidat Frank Nopper Bild: dpa

Stuttgart wählt seinen neuen Oberbürgermeister in einer Stichwahl. CDU-Mann Frank Nopper liegt überraschend vorn, konnte sich aber nicht die absolute Mehrheit sichern. Die Grüne Veronika Kienzle will auf die linken Kandidaten zugehen.

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          Bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl wird ein zweiter Wahlgang nötig. Keiner der Kandidaten erreichte am Sonntag mehr als die Hälfte der Stimmen. Nach Auszählung aller Wahlbezirke lag der CDU-Kandidat Frank Nopper nach Angaben der Stadt mit 31,8 Prozent der Stimmen überraschend deutlich vor seiner stärksten Konkurrentin, der Grünen-Politikerin Veronika Kienzle. Die Parteifreundin des amtierenden Oberbürgermeisters Fritz Kuhn kam auf 17,2 Prozent der Stimmen.

          Vor der Wahl war eigentlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden erwartet worden. Der als unabhängiger Bewerber angetretene Sozialdemokrat Marian Schreier belegte den dritten Platz (15 Prozent) vor Stuttgarts Stadtrat Hannes Rockenbauch vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke (14,0) und dem offiziellen SPD-Kandidaten Martin Körner (9,8) auf den weiteren Plätzen. Körner kündigte bereits an, nicht mehr an einem zweiten Wahlgang teilzunehmen. Das teilte er am Sonntagabend der „Stuttgarter Zeitung“ mit. Dass mit dem Tengener Bürgermeister Marian Schreier ein weiterer Bewerber aus den Reihen der SPD in Stuttgart auf dem Stimmzettel stand, sei „sicher nicht optimal gewesen“, sagte Körner dem Blatt.

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          Nach ihrem vergleichsweise enttäuschenden Abschneiden rief die Grünen-Politikerin Veronika Kienzle andere Kandidaten auf, sich ihrer Wahlkampagne anzuschließen. „Ich finde das Ergebnis nicht ganz so, wie wir es uns gewünscht haben, aber es ist gar nicht so schlecht“, sagte sie am Sonntagabend im Livestream ihrer Partei. Sie sehe ihr Resultat und die Ergebnisse der vor allem linksgerichteten Kandidaten als klaren Auftrag, auf die anderen Bewerber zuzugehen und beim zweiten Wahlgang in drei Wochen wieder anzutreten. „Ich möchte der Stadt ein anderes Gesicht geben“, sagte Kienzle.

          Der CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl hat sich hingegen erfreut gezeigt über das Ergebnis des CDU-Kandidaten Frank Nopper im ersten Wahlgang. „Das sieht richtig gut aus“, sagte er der dpa am Sonntagabend. „Erfahrung, Kompetenz und Auftreten haben Frank Nopper ganz deutlich und absolut verdient auf den ersten Platz gebracht“, betonte Strobl. „Es war zu erwarten, dass es heute noch keine Entscheidung gibt – ein so großer, deutlicher Abstand von Frank Nopper auf die Kandidatinnen und Kandidaten hinter ihm, das hatte freilich kaum jemand vorausgesagt.“

          Da kein Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erreichte, wird am 29. November abermals gewählt. Dann entscheidet die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen. Insgesamt konnten 450.000 Wahlberechtigte abstimmen, 14 Bewerberinnen und Kandidaten standen zu Wahl. Der amtierende Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) trat nach acht Jahren an der Rathausspitze nicht wieder zur Wahl an.

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